Wargaming rollt das nächste schwere Kaliber an die Front. Mit dem neuen Battle-Pass-Special holt World of Tanks das Universum von DOOM auf die Server und schickt den britischen Sammlerpanzer FV225 ins Gefecht. Bis zum 11. Oktober verschmelzen zäher Positionskampf und brachiale Shooter-Nostalgie zu einem zweiwöchigen Event, das Sammler wie Veteranen gleichermaßen an die Monitore fesselt. Der Auftritt demonstriert eindrucksvoll, wie zielstrebig das Studio seine taktische Panzersimulation mit popkultureller Wucht auflädt.
Doppelläufige Härte im silbernen BFG-Gewand
Der britische FV225 bricht mit vertrauten Routinen und adaptiert eine Waffengattung, die auf den Karten gefürchtet ist. Ausgestattet mit der Mechanik erforschbarer britischer Doppelrohr-Panzer feuert das Fahrzeug wahlweise zwei verheerende Einzelschüsse im schnellen Takt ab oder entlädt beide Rohre gleichzeitig in die feindliche Wanne. Wie die Entwickler in ihrer offiziellen Ankündigung darlegen, prägt der exklusive 3D-Stil „FV225 Mk. BFG“ den Auftritt mit einer markanten Silberlegierung, die das wuchtige Chassis in eine fahrbare Festung verwandelt.
Hinter der martialischen Fassade steckt handfeste Gefechtsmathematik. Wer den Koloss über die Flanken manövriert, spürt das enorme Gewicht der Kanonen bei jeder Drehung des Turms. Das Feuern beider Läufe verschlingt wertvolle Nachladezeit, liefert im Gegenzug aber eine Durchschlagskraft, die selbst angewinkelte Panzerungen der Stufe X erzittern lässt. Wargaming nutzt diese Feuerkraft gezielt als Belohnungshebel für Spieler, die bereits die technische Modernisierung der letzten Monate aufmerksam verfolgt haben.
Zwei Mündungen, null Geduld für Stellungsfehler. Wer hier danebenschießt, ist Kanonenfutter.
Fünf Stimmen aus dem Höllenschlund
Im Kommandoturm übernehmen fünf Charaktere das Ruder, deren Namen die Videospielgeschichte seit über drei Jahrzehnten prägen. Die Besatzungsliste reicht vom kantigen Retro-Doomguy im Pixel-Stil der frühen Neunziger über den modernen, grimmigen Doom Slayer bis hin zu Samuel Hayden, Commander Thira und The Betrayer. Besonders die Basisbelohnungen haben es in sich: Sowohl der Doom Slayer als auch The Betrayer ziehen direkt mit dauerhaft aktiven Null-Perks in die Kaserne ein, was ihnen auf jedem Fahrzeug einen unschätzbaren Ausbildungsvorteil verschafft.
Akustisch geht Wargaming keine Kompromisse ein und engagiert das originale Sprecherensemble der Vorlage. Während Samuel Hayden mit gewohnt metallener Kälte Befehle über das Gefechtsfunkgerät bellt, spendiert das Team dem Retro-Doomguy zusätzlich die legendären Grunz- und Schmerzenslaute aus den Klassikern von 1993. Ähnlich wie damals, als Wargaming fünf Gastfiguren in ein Gefecht warf oder B.J. Blazkowicz das Kommando anvertraute, verleiht die unverfälschte Tonspur den Gefechten eine dichte Atmosphäre.
Nostalgie als Treibstoff für den ewigen Grind
Wargaming verankert das Spektakel tief in der visuellen Identität der Shooter-Kultur. Zwei thematische 3D-Sammlungen teilen das Event auf: Das Set „Doomguy’s Keepsakes“ versammelt klassische Zitate wie die Chaingun, das vertraute Status-HUD und den Dämonen-Entsorgungskasten auf der Panzerhülle. Auf der anderen Seite packt das Paket „Fight Like Hell“ moderne Monumente wie die BFG9000, einen UAC-Raketenwerfer und den legendären Cacodemon als detailverliebte Anbauteile auf den Turm. Wer seine Fahrzeuge lieber subtil tarnt, greift zu den 2D-Stilen „Praetor“, „Maykr“ oder „The Dark Ages“.
Dass Action-Ikonen auf Ketten blendend funktionieren, beweist die Inszenierung bis ins kleinste Detail. Die Menüs ertönen im satten Rhythmus des originalen Soundtracks, während Kommandanten die unsterbliche Buchstabenfolge „IDDQD“ als Fahrzeuginschrift auf ihren Geschützen verewigen.
Doch der Cheat-Code schützt nicht vor der Realität: Bis zum 11. Oktober verlangen die Missionen tägliche Schwerstarbeit, wenn man die besten Stile ohne Echtgeld-Einsatz in die Garage stellen will.


