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Call of Duty: Modern Warfare 4 behält das entschärfte Matchmaking aus Black Ops 7 – doch Infinity Ward bleibt vage

Infinity Ward bestätigt, dass MW4 nicht zum strikten SBMM der Pre-BO7-Ära zurückkehrt – bleibt aber vage, wie das System genau aussieht. Angesichts der historischen Krise der Serie wäre ein klares Bekenntnis zum offenen Matchmaking dringend nötig gewesen.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
01.06.26
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Lesezeit: 4 Min.
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Call of Duty: Modern Warfare 4 übernimmt eine der wenigen positiv aufgenommenen Neuerungen aus Black Ops 7: das gelockerte Skill-basierte Matchmaking. Gegenüber CharlieIntel bestätigte Infinity Ward, dass man nicht zum strengen System der Vorgänger zurückkehren werde – ein Statement, das bei der Community für vorsichtigen Optimismus sorgt. Gleichzeitig bleibt das Studio vage, wie die Spielersuche am Ende genau aussehen wird.

Das steckt im Artikel
  • Was Infinity Ward zum Matchmaking von MW4 wirklich sagt
  • Warum Black Ops 7 zum Maßstab wurde
  • Zwischen Härte und Lockerheit – was die Ankündigung für Spieler konkret bedeutet
  • Modern Warfare 4 zwischen Hoffnung und Hypothek

Was Infinity Ward zum Matchmaking von MW4 wirklich sagt

Die Bestätigung kommt von CharlieIntel, der im Rahmen eines Previews mit Infinity Ward sprach: Das Skill-basierte Matchmaking in Modern Warfare 4 werde „nicht direkt auf das System vor Black Ops 7 zurückgesetzt“. Konkret bedeutet das: Activisions gefürchtete SBMM-Raffinesse, die seit dem Modern-Warfare-Reboot 2019 für Frust in der Community sorgt, wird nicht in ihrer striktesten Form zurückkehren. Stattdessen analysiere das Studio „sämtliche Daten“ aus Black Ops 7 – und verspricht, vor dem Release am 23. Oktober 2026 detailliertere Informationen zu liefern.

Was genau Infinity Ward unter „nicht direkt zurück“ versteht, bleibt jedoch Interpretationssache. Die Formulierung lässt bewusst Spielraum. Ein kompletter Verzicht auf jedes Skill-basierte Matchmaking ist ebenso wenig garantiert wie eine exakte 1:1-Übernahme des BO7-Systems. Wer auf absolute Klarheit gehofft hat, wird vorerst enttäuscht – und das ausgerechnet von einem Studio, das noch im Mai das „definitive Modern Warfare“ versprochen hat.

Warum Black Ops 7 zum Maßstab wurde

Um die Tragweite dieser Aussage zu verstehen, lohnt ein Blick zurück. Black Ops 7 führte mit dem Offenen Matchmaking eine Spielersuche ein, die das Können nur noch „minimal berücksichtigt“. Die Folge waren deutlich gemischtere Lobbys, bessere Verbindungen (weil die Server-Wahl nicht mehr der Skill-Bewertung untergeordnet wurde) und vor allem: beständige Lobbys. Statt nach jeder Partie auseinandergerissen zu werden, konnte man einen ganzen Abend mit denselben Leuten zocken.

Das kam an – und zwar so sehr, dass es neben einer soliden Multiplayer-Basis als einer von wenigen Lichtblicken eines ansonsten verheerenden CoD-Jahres galt. Die erzwungene Koop-Kampagne von BO7 war ein einziger Scherbenhaufen, die Steam-Spielerzahlen brachen historisch ein. Dass Infinity Ward ausgerechnet das Matchmaking-System des Vorgängers nicht verwirft, ist kein großzügiges Zugeständnis, sondern schlichte Notwendigkeit. Wer die Analyse des BO7-Desasters auf PixelCritics gelesen hat, weiß, wie tief der Graben ist, den MW4 zuschütten muss.

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Zwischen Härte und Lockerheit – was die Ankündigung für Spieler konkret bedeutet

Praktisch gesehen zeichnet sich ab, dass Modern Warfare 4 einen Mittelweg einschlagen wird. Black Ops 7 bot zwei Spielwiesen an: den offenen Modus mit minimaler Skill-Wertung für entspannte Runden und einen Standard-Modus mit strengerer Einteilung für Wettkampf-Fans. Genau diese Zweiteilung könnte Infinity Ward übernehmen – auch wenn das Studio das bislang nicht offiziell bestätigt hat.

Die entscheidende Frage ist: Wie weich fällt die Landung aus? Ein reines Zurücksetzen auf den Status von MW2019, MW2 (2022) oder MW3 (2023) wäre Gift für die Community. Zu verhasst war das permanente Durchmischen der Lobbys, zu frustrierend das Gefühl, für jede gute Runde mit einer Übermacht an Sweatern bestraft zu werden. Zieht Infinity Ward dagehen das BO7-Modell sauber durch, wäre das ein starkes Signal – und ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber Shootern, die weiterhin auf strikte Trennung setzen.

Dass das Studio bei der Kommunikation bewusst schwammig bleibt („Wir analysieren noch alle Daten“), ist in der Branche oft eine freundliche Umschreibung für „Wir haben noch keine finale Entscheidung getroffen“. Für eine Community, die nach Jahren der Unzufriedenheit endlich Klarheit will, ist das ein schaler Beigeschmack.

Modern Warfare 4 zwischen Hoffnung und Hypothek

Die gute Nachricht: Modern Warfare 4 kommt nicht nur mit einem fairen Matchmaking-Konzept, sondern auch mit einer Rückkehr zur reinen Solo-Kampagne – und zwar komplett offline spielbar, ohne Always-Online-Zwang. Bloom wurde gestrichen, der Waffenschmied grundlegend überarbeitet, und mit Kill Block bringt Infinity Ward einen dynamischen Modus, der über 500 Kartenkonfigurationen ermöglicht. Wer den detaillierten Überblick zu den Spielsystemen von MW4 sucht, wird hier fündig.

Die schlechte Nachricht: Infinity Ward steht unter gewaltigem Druck. Der Modern-Warfare-Zweig soll die gesamte Franchise aus der tiefsten Krise ihrer Geschichte führen – nachdem sogar der letzte Funken des Zampella-Erbes erloschen ist. Der Release am 23. Oktober für PS5, Xbox Series X|S, PC und Nintendo Switch 2 fällt zudem nur vier Wochen vor GTA 6. Dass Activision den eigenen Shooter bewusst um Rockstars Termin herumlegt, spricht Bände über die aktuelle Verfassung des einstigen Branchenprimus.

TAGGED:Call of DutyCall of Duty: Modern Warfare 4

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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PCPlaystationXboxSwitch

Call of Duty: Modern Warfare 4

Release Datum: 14. Mai 2026
Genre: Action, FPS
Entwickler: Infinity Ward
Publisher: Activision
Spielmodi: Einzelspieler, Online-Koop/PvP
Plattformen
PCPlaystationXboxSwitch
PEGI 18
violencebad-language
In Call of Duty: Modern Warfare 4 bricht auf der koreanischen Halbinsel ein Krieg aus, als Nordkorea eine groß angelegte Invasion startet, die die Welt zu destabilisieren droht. Ein junger Trupp südkoreanischer Soldaten kämpft an den bröckelnden Fronten ums Überleben, während auf der anderen Seite der Welt ein rachsüchtiger Captain Price aus dem Schatten heraus einen persönlichen Krieg führt und dabei seinen Verfolgern stets einen Schritt voraus ist. Als Prices inoffizielle Mission mit den Mächten hinter der Invasion kollidiert, gerät der Krieg außer Kontrolle.
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