Diablo 2: Resurrected hat mit der Veröffentlichung der Reign of the Warlock-Erweiterung gerade erst frischen Wind bekommen – und Blizzard legt sofort nach. Denn wer glaubt, die neue Klasse sei Belohnung genug, liegt falsch. Das Studio hat einen Wettbewerb ausgerufen, der für die Sieger buchstäblich in Stein gemeißelt wird. Dass dieser jedoch alles andere als leicht zu gewinnen ist, versteht sich von selbst.
Eine Statue, 300 Plätze – und ein historisches Rennen
Mit dem Start von Leitersaison 13 hat Blizzard den Startschuss für einen der exklusivsten Wettbewerbe gegeben, die das Studio je veranstaltet hat. Die ersten 300 Spieler, die mit einem Hexenmeister auf der Hardcore-Leiter Stufe 99 erreichen, werden mit ihrem Schlachtruf auf der Statue „Das Grimoire der Ungefallenen“ verewigt – einem Kunstwerk, das anschließend dauerhaft auf dem Blizzard-Gelände in Irvine aufgestellt wird. Regionale Einschränkungen gibt es keine: Spieler aus aller Welt können teilnehmen, sofern sie ihren Schlachtruf und einen Screenshot des erreichten Ziels einreichen. Der Vergleich mit dem Diablo 4-Wettbewerb aus dem Jahr 2023 – bei dem immerhin noch 1.000 Spieler verewigt wurden – macht deutlich, wie viel exklusiver diese Herausforderung ist.
Hardcore auf Stufe 99 – leichter gesagt als getan
Wer glaubt, Stufe 99 mit einem Hardcore-Charakter sei eine Frage von Ausdauer allein, unterschätzt das Spiel erheblich. Auf der Plattform Steam haben bislang lediglich 0,1 Prozent aller Diablo 2-Spieler diesen Meilenstein überhaupt je erreicht – und das ohne den zusätzlichen Wettbewerbsdruck von Hunderten gleichzeitig aktiver Mitspieler. Ein einziger unachtsamer Moment genügt, um den gesamten Fortschritt unwiderruflich zu verlieren. Heimtückische Gegner wie die Untoten Stygischen Puppen können selbst erfahrenen Spielern das Genick brechen. Wer dennoch antritt, sollte sich gut überlegen, welche Variante des Hexenmeisters er wählt. Der Echoschlag-Hexenmeister bietet zwar den höchsten Schadensdurchsatz, doch für die Hardcore-Leiter könnte der Feuer-Hexenmeister mit Fähigkeiten wie Flammenwelle und Apokalypse – die Distanz zu Feinden halten und dabei gleichzeitig massiven Schaden anrichten – die klügere Wahl sein.
Die Rückkehr von Diablo 2 – und ein Ausblick auf die gesamte Reihe
Die Reign of the Warlock-Erweiterung ist der erste echte Inhaltszuwachs für Diablo 2 seit fast 25 Jahren – ein Umstand, der allein schon für Aufsehen sorgt. Doch der Hexenmeister ist mehr als ein Einzelereignis: Die neue Klasse wird im Laufe des Jahres auch in Diablo 4: Lord of Hatred spielbar sein und soll im Sommer zudem Diablo Immortal bereichern. Blizzard signalisiert damit, dass die Marke Diablo gerade in einer Phase steckt, in der alle Serienteile gleichzeitig gepflegt und weiterentwickelt werden – eine Seltenheit, die Fans der Reihe mit Argusaugen verfolgen werden.