Da ist er also, der erste Eindruck von Valves neuem VR-Headset. Ein kurzer Clip, der auf Reddit aufgetaucht ist und die sogenannte Welcome Tour zeigt – das Tutorial, das beim ersten Start des Steam Frame abläuft. Gefilmt wurde das Ganze mit einem Valve Index, weshalb das Bild farbiges Passthrough zeigt. Der Steam Frame selbst liefert nur Schwarz-Weiß, aber darum geht es hier gar nicht. Es geht um das, was der Clip verrät: Valve ist kurz davor, den Steam Frame endlich auszuliefern.
Was die Steam Frame Welcome Tour verrät
Der Clip ist kurz, aber aussagekräftig. Das Tutorial heißt schlicht „Welcome to Steam Frame“ und führt durch die Grundlagen: Wie man die Controller hält, wie die UI ein- und ausgeblendet wird, wie das Headset mit dem PC gekoppelt wird. Genau das Onboarding, das man sich von einem Gerät wünscht, das vor allem eins sein will: zugänglich.
Nach dem Tutorial öffnet sich die Steam-Bibliothek – mit VR-Spielen ganz oben. Anmachen, verbinden, losspielen. Das ist das Versprechen, und der Clip deutet an, dass Valve genau diesen Weg geht.
Technisch clever: Foveated Streaming
Ein Detail sticht heraus. Valve setzt beim Steam Frame auf Foveated Streaming: Die eingebaute Eye-Tracking-Hardware erkennt, wohin der Nutzer schaut, und streamt nur den Bereich in voller Auflösung, der auch wirklich fixiert wird. Alles im peripheren Sichtfeld läuft runtergerechnet. Das spart Bandbreite und verlängert die Akkulaufzeit – ein kluger Kompromiss für ein Streaming-Headset.
Die Verbindung zum PC läuft über einen USB-A-Dongle, der das Signal drahtlos an eine dedizierte Antenne im Headset sendet. Das ist eine einfachere Lösung als die konkurrierenden Streaming-Protokolle von Meta oder Pico. Valve positioniert den Steam Frame als Gaming-Headset, nicht als AR-Allrounder. Die Frage ist nur, ob der Verzicht auf farbiges Passthrough und vollwertige AR-Funktionen langfristig nicht doch schmerzt.
Release im Sommer – aber wann genau?
Valve hat erst vor einer Woche bestätigt, dass Steam Machine und Steam Frame in diesem Sommer ausgeliefert werden sollen. Was fehlt: ein genaues Datum, der Preis, und die Stückzahlen. Der Sommer ist kurz, und Valves Track Record mit Lieferengpässen ist nicht der beste – der Start des Steam Decks war von monatelangen Wartezeiten geprägt.
Dieses Mal scheint Valve besser vorbereitet. Die Welcome Tour ist fertig, der neue Steam Controller ist bereits auf dem Markt, und die ersten Details zum Headset sind öffentlich. Was jetzt noch fehlt, ist der Moment, in dem Valve die Karten auf den Tisch legt: Preis, Termin, und ob der Steam Frame wirklich in ausreichender Stückzahl kommt. Der Clip hat gezeigt, dass die Software steht. Jetzt müssen die harten Fakten folgen.