Bandai Namco Entertainment hat mit „Die Maske von Idris“ die erste vollwertige Story-Erweiterung für das düstere Action-Rollenspiel Code Vein 2 offiziell für den 9. September 2026 auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S angekündigt. Statt euch durch bekannte Ruinen zu schicken, reißt der DLC euch in die sogenannte „Vergessene Welt“ – eine surreale Dimension aus kollabierten Zeitlinien, in deren Zentrum ein gewaltiger emotionaler Strudel die reale Welt zu verschlingen droht. Wer allerdings hofft, direkt am Releasetag in das neue Abenteuer hineinzuspringen, erlebt eine handfeste Überraschung: Entwickler Bandai Namco Studios sperrt die Erweiterung hinter eine der härtesten Endgame-Hürden der jüngeren Soulslike-Geschichte.
Harte Story-Sperre verlangt das geheime „Luna Fraterna“-Ende
Der DLC „Die Maske von Idris“ setzt als reine Endgame-Erweiterung zwingend voraus, dass ihr die Hauptkampagne von Code Vein 2 bereits vollständig durchgespielt und das spezifische Ende „Luna Fraterna“ freigeschaltet habt. Zusätzlich müsst ihr die optionale Nebenmission „Valentins Bitte“ abgeschlossen haben, um überhaupt Zugriff auf das neue Areal zu erhalten.
Damit bricht Bandai Namco radikal mit dem üblichen Genre-Standard, DLCs als bequeme Nebenpfade für Charaktere ab Level 30 anzubieten. Wer in der Kampagne lediglich das reguläre Standard-Ende gesehen hat, muss vor dem September-Start zwingend nachsitzen und die verpassten Story-Bedingungen nachholen.
In der Vergessenen Welt trefft ihr auf Liv Voda – eine streitbare Wächterin über Raum und Zeit. Ihre Kampfhaltungen und Angriffsmuster verändern sich drastisch, sobald ihre Emotionen im Gefecht überkochen und den dimensionalen Riss destabilisieren.
Im Kampf greift ihr weiterhin auf Blutcodes zurück – flexible Klassen-Module, die eure Grundattribute und Spezialtalente im Handumdrehen umdefinieren. Flankiert wird euer Arsenal von Jails – speziellen Fang-Rüstungen für verheerende Blutschleier-Konter, mit denen ihr feindlichen Kreaturen Lebenskraft entzieht.
Dass die Zeitmanipulation als Waffe das spielerische Fundament bildet, treibt die Erweiterung auf die Spitze. Wer die neuen Bosse bezwingen will, muss temporale Verzögerungen und Dimensionsangriffe fehlerfrei parieren.
Formae-Angriffe, Lou MagMell und dynamische Partner-Formen
Neben dem neuen Gebiet führt die Erweiterung das Kampfsystem der Formae ein, die als verheerende Spezialmanöver durch das Seelenband mit euren Begleitern gespeist werden. Im Zentrum des dimensionalen Strudels trefft ihr zudem auf Lou MagMell, deren alternative Identität die Grenzen zwischen Verbündeter und Gegenspielerin verwischt.
Wie Sony im offiziellen PlayStation Blog bestätigt, erweitert der DLC euer Repertoire um mächtige Zweihand-Waffen und wendige Tritt-Techniken für die Massenkontrolle. Das überarbeitete Partnersystem erlaubt es euch, mitten in der Schlagabfolge nahtlos zwischen zwei Haltungen zu wechseln.
Wer seinen Revenant Hunter optisch perfektionieren möchte, erhält frische kosmetische Optionen für Frisuren, Gesichtsausdrücke und Kleidung. Die Kreationen könnt ihr wie gewohnt an den heißen Quellen im Fotomodus begutachten.
Kostenloses Update 2.0 heilt die größte Launch-Schwäche
Parallel zum Bezahl-DLC veröffentlicht Bandai Namco am 9. September das kostenlose Update auf Version 2.0 für alle Besitzer des Hauptspiels. Der Patch erfüllt den lautesten Community-Wunsch seit dem Launch und schaltet die freie Erkundung der Spielwelt nach Story-Abschluss gemeinsam mit Gefährten frei.
Nachdem das Studio den holprigen Start im Frühjahr bereits mit früheren Patches nachbesserte, schließt Version 2.0 die letzte spürbare Lücke im Post-Game. Bislang war die freie Erkundung nach den Credits stark reglementiert und trennte bestehende Bindungen zu euren Gefährten ab.
Die Botschaft hinter dieser Doppel-Veröffentlichung ist unmissverständlich: Bandai Namco pfeift auf oberflächliche Zugänglichkeit und belohnt kompromisslos die treueste Hardcore-Basis.
Wer die verbleibende Zeit nutzt, um seinen Spielstand auf das Luna-Fraterna-Ende vorzubereiten, bekommt ein Endgame serviert, das spielerisch und atmosphärisch keine Gefangenen macht.
