Ubisoft hat den bislang umfangreichsten Trailer zu Rayman Legends Retold veröffentlicht. Das Remake des 2013er-Klassikers zeigt sich darin als komplett neues Spiel: mit Drachenritten, einem finsteren sechsten Reich und einer Geschichte, die zum ersten Mal vollständig vertont wurde. Der Overview-Trailer bestätigt zudem, was seit der Verschiebung im September im Raum stand – der Release bleibt beim 3. Dezember. Und er zeigt, was Fans nach 13 Jahren Abstinenz erwarten dürfen. Das Alles schreit nach einem Neuanfang.
Voll vertonte Cinematics und eine Story mit höherem Einsatz
Der Trailer beginnt dort, wo Rayman Legends 2013 aufhörte – und geht sofort darüber hinaus. Die Geschichte wird nicht mehr nur in kurzen Zwischensequenzen erzählt, sondern in Fully-Voiced Cinematics, die es in verschiedenen Sprachoptionen gibt. Ein Detail, das auf den ersten Blick unspektakulär wirkt, bei genauerem Hinsehen aber einen Kurswechsel markiert: Ubisoft will Rayman als erzählerische Marke etablieren.
Die Handlung setzt höhere Einsätze als im Original. Ein neuer Bösewicht verbreitet Chaos in den Reichen, und Rayman, Globox, Barbara, Grand Minimus und Murphy ziehen los, um den Frieden im Traumhain wiederherzustellen. Der Offizielle Game Overview Trailer zeigt, dass die filmische Inszenierung dabei nicht Selbstzweck ist, sondern die neuen Spielmechaniken trägt – von den Drachenritten bis zur Navigation im finsteren Reich.
Das Land der Lividen Toten – ein Reich, das es nie gab
Die vielleicht größte inhaltliche Neuerung ist ein sechstes Reich, das im Original schlicht nicht existierte: das Land der Lividen Toten. Der Trailer zeigt eine düstere, von schwarzen Ranken überwucherte Welt, in der der Hauptantagonist zu warten scheint. Die Atmosphäre ist spürbar anders als in den bunten, verspielten Levels, die man von Rayman kennt.
Um sich in diesem Reich zurechtzufinden, erhalten die Spieler eine neue Fähigkeit namens Fairy Radiance. Damit lassen sich Hindernisse überwinden – etwa Dornen wegschlagen, um einen Weg freizumachen. Das Sechste Reich wird nicht nur als Gameplay-Werkzeug eingeführt, sondern als Teil der Erzählung: Licht gegen die Korruption, die der Bösewicht verbreitet. Dazu kommen die Drachenritte, bei denen die Spieler von einem Ort zum nächsten fliegen und Hindernissen ausweichen müssen.
Kung Foot kehrt zurück – und bringt 70 Kostüme mit
Neben dem neuen Reich hat Ubisoft auch an den bekannten Inhalten gearbeitet. Der beliebte Minigame-Modus Kung Foot kommt als Kung Foot Evo zurück, mit verbesserten Steuerungen und neuen Arenen. Auch die Cave of Trials ist wieder dabei – diesmal mit täglichen, wöchentlichen und monatlichen Herausforderungen.
Für Sammler dürfte die Zahl der Kostüme interessant sein: Über 70 Outfits sollen im Spiel verfügbar sein, mehr als je zuvor in der Serie. Wer zum Start zugreift, bekommt außerdem Zwei Spiele für 40 Euro – das Remake und Rayman Origins: Enhanced Edition. Dazu gesellen sich die Old Deep Nightmare Trials für Plattform-Veteranen und Leaderboards mit Jubiläumsbelohnungen.
Trotz Gold-Status: Warum der Release im Dezember bleibt
Und dann ist da noch die Verschiebung. Rayman Legends Retold hätte am 1. Oktober erscheinen sollen, doch Ubisoft verschob den Release kurzfristig auf den 3. Dezember. Die Begründung: Man wolle sicherstellen, dass jedes Detail die nötige Sorgfalt erhält.
Hinter dem Remake stehen Ubisoft Montpellier und Mailand. Montpellier ist die Heimat von Rayman, hier wurde die Figur 1994 geboren. Ob die zusätzliche Zeit dem Spiel guttut, wird sich am 3. Dezember zeigen. Fest steht: Nach 13 Jahren kehrt Rayman zurück – und er kommt nicht allein.
