Microsoft schnallt der hauseigenen Gaming-Sparte zum 25. Geburtstag der Marke ein ziemlich kostspieliges Nostalgie-Paket um. Ein frischer Leak des notorisch treffsicheren Insiders Billbil-kun enthüllt nicht nur den geplanten Verkaufsstart der limitierten Xbox Series X25 pünktlich zum Black Friday am 27. November 2026, sondern beziffert auch den saftigen Preis. Wer sich die Hommage an die Ur-Xbox von 2001 ins Regal stellen will, muss verdammt tief in die Tasche greifen. Für Fans wird der grün schimmernde Kasten damit zur echten Zerreißprobe zwischen Sammler-Leidenschaft und Schmerzgrenze.
900 Euro am Black Friday: Wie Microsoft die Preisschraube anzieht
Die limitierte Jubiläums-Konsole schlägt in Europa und den USA laut den geleakten Händlerdaten mit strammen 899,99 Euro beziehungsweise 899,99 Dollar zu Buche. Damit platziert Microsoft seine Sonderedition exakt auf dem Niveau einer PlayStation 5 Pro – verlangt diesen Betrag allerdings für eine Hardware-Basis, die im Kern unverändert bleibt. Gegenüber dem regulären 1-TB-Modell der Series X entspricht das einem Aufpreis von satten 100 Euro für das Sammler-Gehäuse.
Der anvisierte Release-Termin am 27. November 2026 ist dabei ein durchkalkulierter Schachzug. Anstatt das Sondermodell im Sommerloch verstauben zu lassen, nutzt der Konzern den globalen Kaufrausch des Black Fridays, um kaufkräftige Enthusiasten abzugreifen. Ein echter Rabatt ist an diesem Tag für die Neuvorstellung freilich nicht zu erwarten, doch die schiere Frequenz in den Online-Shops dürfte die ersten Chargen im Handumdrehen leerräumen.
Dass Hardware-Upgrades mittlerweile schmerzhaft ins Geld gehen, überrascht in Redmond niemanden mehr. Bereits der jüngste Preisschock bei der Series X markierte das Ende günstiger Konsolenpreise und bereitete die Community auf das neue 900 Euro Zeitalter vor.
Transluzentes Grün und Duke-Vibes: Retro-Optik gegen den Hardware-Kater
Optisch zieht die Xbox Series X25 alle Register, um das Herz von Retro-Nostalgikern höher schlagen zu lassen. Das Gehäuse besteht aus durchscheinendem, giftgrünem Kunststoff mit feinen Gravuren, der den Blick auf das Innenleben der Konsole freigibt und direkt an die legendäre Sonderedition der ersten Xbox aus dem Jahr 2001 erinnert. Der im Bundle enthaltene Controller setzt auf denselben transparenten Look und trägt neben dem rechten Analogstick ein dezentes „Xbox 25“-Branding.
Wer bereits eine Konsole im Wohnzimmer stehen hat, darf aufatmen: Das Pad wird laut Insider-Berichten auch separat im Handel landen. Wie stark Microsoft die Retro-Karte ausspielt, zeigte bereits die offizielle Ankündigung, die gezielt die Brücke zu den Wurzeln der Marke schlug.
Unter der schicken Plastikhaube werkelt allerdings exakt dieselbe Technik wie im Standard-Modell. Ihr bekommt weder mehr Rechenpower noch ein leiseres Kühlsystem oder zusätzliche Anschlüsse spendiert. Während Sony für denselben Preis immerhin mehr Grafikleistung und PSSR-Upscaling in die Pro-Waagschale wirft, bezahlt ihr bei Microsoft den vollen Aufpreis für die reine Ästhetik.
Der französische Exklusivbericht auf Dealabs bestätigt, dass Vorbestellungen in Kürze anlaufen sollen.
Asha Sharmas Luxus-Strategie inmitten des internen Umbaus
Das 900-Euro-Preisschild ist kein isolierter Ausrutscher, sondern fügt sich nahtlos in den radikalen Kurswechsel der neuen Führungsriege ein. Seit CEO Asha Sharma das Ruder übernommen und das Team von Microsoft Gaming zurück zur reinen Marke „Xbox“ umgetauft hat, weht ein deutlich rauerer Wind durch die Hallen. Die Zeiten, in denen Microsoft Hardware massiv quersubventionierte, um Marktanteile über den Preis zu erzwingen, sind endgültig vorbei.
Hinter den Kulissen tobt derweil ein beispielloser Konsolidierungskurs. Die Sparte musste über 3.200 Entlassungen verkraften, während mehrere Studios geschlossen oder abgestoßen wurden. Hardware dient Microsoft nicht mehr als Massenköder für Abonnements, sondern muss als hochpreisiges Premium-Produkt eigene Margen abwerfen.
Dass der Konzern ausgerechnet im Jahr der größten internen Entlassungswellen eine 900-Euro-Konsole ins Rennen schickt, hinterlässt bei vielen Fans einen faden Beigeschmack. Nostalgie ist eben die stärkste Währung der Spielebranche – und Microsoft lässt sich die Erinnerung an die guten alten Zeiten im November fürstlich vergolden.