Am 9. Juli ist es so weit – Assassin’s Creed Black Flag Resynced erscheint für PS5, Xbox Series X/S und PC, und Ubisoft hat endlich die Performance-Karten auf den Tisch gelegt. Eine Woche vor Release veröffentlichte der Publisher auf dem PlayStation Blog eine detaillierte Aufschlüsselung der Grafikmodi – inklusive PS5 Pro spezifischer Verbesserungen. Das Überraschendste zuerst: 60 Bilder pro Sekunde sind kein Pro-Privileg. Sie laufen auf der Basis-PS5. Aber natürlich gibt es ein paar Argumente, warum Besitzer der teureren Konsole trotzdem nicht leer ausgehen.
Drei Modi, eine Engine: Was die PS5 leistet
Drei Grafikmodi stehen zur Wahl: Performance, Fidelity und Balanced. Der Performance-Modus liefert 60 FPS mit Standard-Raytracing – das umfasst Global Illumination für diffuse Beleuchtung. Der Fidelity-Modus hebt das Raytracing auf „Extensive“-Niveau inklusive Spiegelungen, erkauft sich das aber mit 30 FPS. Der Balanced-Modus liegt mit 40 FPS dazwischen und setzt ein Display mit 120 oder 240 Hertz voraus.
Was alle Modi eint: Die Ausgabe erfolgt stets in upgescaltem 2160p. Das gilt für die Basis-PS5 genauso wie für die Pro. Die Black Flag Resynced PC-Anforderungen zeigen: Selbst auf High End Hardware ist Raytracing Pflicht – Ubisoft setzt bei der Beleuchtung komplett auf Echtzeit-Berechnung und hat vorgerechnete Lightmaps komplett gestrichen.
PS5 Pro: Mehr als nur ein Zahlenspiel
Die PS5 Pro bietet dieselben drei Modi mit denselben Framerate-Zielen. Der entscheidende Unterschied: Erweitertes Raytracing läuft auf der Pro durchgängig in allen Modi. Während die Basis-PS5 Ray-Traced Specular Reflections nur in Fidelity und Balanced bekommt, sind sie auf der Pro auch im Performance-Modus aktiv. Dazu kommt die aktuellste Version von PlayStation Spectral Super Resolution, die für eine sauberere Bildrekonstruktion sorgt.
Das wohl sichtbarste Pro-Upgrade betrifft die Charakterdarstellung. Strähnenbasiertes Haar – jede einzelne Haarsträhne wird physikalisch simuliert und reagiert auf Wind – ist auf der Pro für Edward Kenway in allen Modi aktiv. Im Fidelity-Modus profitieren sogar umstehende NPCs davon. In den Zwischensequenzen bekommen alle Charaktere unabhängig vom Modus die Strand-Behandlung. Dass Black Flag Resynced 15 Teams am Start hatte, merkt man der Liebe zum Detail an. Das klingt nach einem kleinen Detail, aber wer Black Flag auf der PS3 gespielt hat, weiß: Der Unterschied zu Edwards matter Plastik-Perücke von damals ist gewaltig.
Mikropolygone, Strand-Hair und ein Ozean, der lebt
Hinter den Kulissen steckt die aktuelle Anvil Engine mit einigen echten technischen Leckerbissen. Die Mikropolygon-Geometrie-Pipeline nutzt die PS5-SSD, um Geometrie kontinuierlich und nicht in diskreten LOD-Stufen zu verfeinern. Das Resultat: weniger Pop-ups, fließendere Übergänge zwischen Nah- und Fernansicht. Ubisoft hat außerdem das Wettersystem Atmos integriert, das Temperatur, Feuchte, Wind und Dampfdichte in Echtzeit simuliert und miteinander wechselwirken lässt. Wind beeinflusst Wolken, Wellen, Segel, Pflanzen – sogar Edwards Haare.
Der Ozean – das Herzstück von Black Flag – wurde komplett neu aufgebaut: Physically-based Rendering, volumetrischer Schaum, dynamische Blasen, die auf Schiffsbewegungen reagieren. Das Black Flag Resynced Unterwasser-Gameplay hat bereits gezeigt, wie detailliert die Meeresumgebungen jetzt aussehen. Das ganze Paket wird durch Dolby Atmos untermalt, und der DualSense-Controller übersetzt Wind und Wellen in haptisches Feedback. Wer das Spiel auf der PS3 gespielt hat, wird die Karibik nicht wiedererkennen. Wer es auf der PS5 Pro spielt, wird sich fragen, wie das je auf einer Konsole der achten Generation laufen konnte.


