Pearl Abyss prüft einen Switch 2 Port von Crimson Desert! CEO Huh Jin-young bestätigte in einem aktuellen Aktionärsbriefing, dass das Open World Action-Adventure auf Nintendos neuer Konsole inzwischen grundlegend spielbar ist. Was nach einer trockenen Statusmeldung klingt, ist tatsächlich eine kleine technische Ansage: Crimson Desert läuft auf der hauseigenen BlackSpace Engine, die auf PC und PS5 native 4K bei 60 FPS mit Raytracing liefert – alles ohne Upscaling. Dass Pearl Abyss diesen tech-durstigen Koloss auf eine mobile Hybrid-Plattform bringen will, ist ambitioniert. Dass der CEO gleichzeitig bremst, spricht für ein Studio, das aus den Launch-Problemen der PS5-Version gelernt hat.
BlackSpace trifft Hybrid – warum der Switch 2 Port keine einfache Übersetzung ist
Die BlackSpace Engine ist Pearl Abyss‘ ganzer Stolz. Sie wurde über fünf Jahre speziell für Crimson Desert entwickelt und kann tausende Bäume innerhalb der Sichtweite rendern, massive Belagerungen mit unzähligen NPCs darstellen und dabei eine visuelle Präsentation halten, die selbst UE5-Titel alt aussehen lässt. Genau das macht den Port so schwer: Eine Engine, die für High-End-Hardware optimiert wurde, auf eine Hybrid-Konsole zu bringen, ist keine Frage von Auflösungs-Skalierung.
Huh Jin-young formuliert es selbst: Der Switch 2 Port sei „kein einfacher Port“ – der Schlüssel sei, ob man „Grafik, Action und Open-World-Erlebnis vollständig erhalten“ könne. Die BlackSpace Engine ist kein Standard-Baukasten wie die Unreal Engine, bei dem man einfach den Grafik-Output runterdreht. Jede Optimierung ist Handarbeit.
Von sechs Millionen auf noch mehr – warum Pearl Abyss die Switch 2 braucht
Seit dem Launch im März hat Crimson Desert über sechs Millionen Exemplare verkauft. Das ist ein starkes Ergebnis für eine neue IP, aber Pearl Abyss hat höhere Ambitionen. Wie Nintendo Life den CEO zitiert, spricht er davon, das Spiel „auf so vielen Plattformen wie möglich zu zeigen“ – eine logische Strategie für ein Studio, das aus dem MMO-Bereich kommt und versteht, dass Reichweite der entscheidende Faktor für Langzeit-Erfolg ist.
Die Switch 2 ist dafür der logische nächste Schritt. Nintendos neue Konsole verkauft sich stark, die installierte Basis wächst – und Crimson Desert wäre einer der ersten echten Technik-Showcases auf dem Gerät. Die Frage ist nur: zu welchem Preis?
Ehrliche Worte vom CEO – und warum das gut ist
Huh Jin-young macht keinen Hehl daraus, dass der Port noch in den Kinderschuhen steckt. Die Version „erfordere noch Optimierung und technische Verifikation“, Partner-Kollaboration müsse geprüft werden, Qualitätsstandards müssten eingehalten werden. Und dann der wichtigste Satz: „Es ist schwer, einen Release-Zeitplan zu bestätigen.“
Das ist kein Standard PR-Geschwafel. Pearl Abyss hat in den letzten Monaten gezeigt, dass es aus Kritik lernt – der PR-Chef hat selbst eingeräumt, dass die Erzählstruktur überarbeitet werden muss, und die PS5-Version hatte zum Launch Performance-Probleme, die inzwischen behoben sind. Dass der CEO jetzt vor einem Switch 2 Port bremst, statt blind zu versprechen, ist das Gegenteil von Überheblichkeit.
Was noch fehlt – Story, Multiplayer und die fehlende Release-Aussage
Crimson Desert hat sich seit dem Release deutlich verbessert, aber die Baustellenliste ist nicht leer. Der Launch brachte ein gemischtes Steam-Rating und 240.000 gleichzeitige Spieler – die Erzählung um Protagonist Kliff wurde von Spielern und Kritikern als Schwachstelle identifiziert. Auch das Thema Multiplayer bleibt vage: Der CEO bestätigt, dass man „verschiedene Studien zur technischen Machbarkeit“ durchführt, aber ein reines Modus-Add-on sei es nicht.
Der Update-Rhythmus hingegen stimmt. Fast wöchentlich liefert Pearl Abyss neue Inhalte – zuletzt 39 neue Rüstungsteile, Abyss-Zugang für Oongka und Damiane und das Hunter’s Sigil. Dass sich das Studio parallel um einen Switch 2 Port kümmert, spricht für eine erstaunliche parallele Arbeitsfähigkeit.
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