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Games

Das Finale ist erst der Anfang: Warum eine legendäre Rollenspiel-Welt niemals sterben darf

Das bevorstehende Trilogiefinale markiert keineswegs den Abschied von Cloud Strife. Square Enix will das Rollenspiel-Universum weit über das geplante Ende hinaus ausbauen und mit frischen Geschichten für kommende Generationen am Leben halten.

Mischa Schumacher
von Mischa Schumacher
08.09.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Mit Final Fantasy 7 Revelation steuert Square Enix auf den Höhepunkt der Neuauflage zu. Doch wer glaubte, dass die Japaner ihre größte Goldgrube nach dem dritten Teil begraben, irrt gewaltig. Auf der PAX West stellte Game Director Naoki Hamaguchi klar, dass das Fantasy-Epos nicht als Relikt der Vergangenheit enden soll, sondern für Jahrzehnte weiterwächst.

Das steckt im Artikel
  • Das große Finale wird zum Startschuss für die nächsten dreißig Jahre
  • Compilation-Kanon und zwei frische Story-Erweiterungen
  • Square Enix bricht mit dem Exklusiv-Käfig und plant die Ewigkeit

Das große Finale wird zum Startschuss für die nächsten dreißig Jahre

Die Erwartungshaltung vor dem Abschluss der Remake-Saga könnte kaum größer sein. Während die Fangemeinde dem Showdown im Nordkrater entgegenfiebert, blickt die Führungsetage von Square Enix bereits weit über den Tellerrand hinaus. Während einer Diskussionsrunde in Seattle machte Naoki Hamaguchi unmissverständlich deutlich, dass die Trilogie vor allem als Brückenschlag gedacht ist, um neue Generationen für die Welt von Gaia zu begeistern.

Das Studio will sich nicht auf den Lorbeeren des Jahres 1997 ausruhen. Wie ein ausführlicher Bericht von GamesRadar aufzeigt, soll die Marke zu einem sich ständig weiterentwickelnden Universum heranwachsen. Hamaguchi sprach offen davon, das Werk so zu gestalten, dass es selbst in zwanzig oder dreißig Jahren noch neue Anhänger findet. Statt nach dem dritten Teil die Akten zu schließen, betrachtet der Director den kommenden Abschluss der Trilogie lediglich als Startrampe.

Dieser langfristige Plan verwundert kaum, denn der Publisher hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass er ikonische Schauplätze bis zum letzten Tropfen melkt. Die ersten konkreten Schritte für diesen ewigen Kreislauf stehen bereits schwarz auf weiß fest.

Compilation-Kanon und zwei frische Story-Erweiterungen

Die Weichen für die Zeit nach dem Hauptspiel sind längst gestellt. Square Enix hat bereits einen zweiteiligen Erweiterungspass bestätigt, der die Spieler noch monatelang bei der Stange halten soll. Den Auftakt macht im Winter 2027 ein Handlungsstrang rund um Sephiroth, bevor im Frühjahr 2028 ein zweiter Zusatzinhalt die gemeinsame Vergangenheit von Vincent Valentine und den Turks beleuchtet. Beide Pakete sollen bislang unerzählte Kapitel aufschlagen und das Fundament für künftige Projekte zementieren.

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Gleichzeitig bindet Hamaguchi die gesamte Historie früherer Nebenschauplätze in das Hauptspiel ein. Ableger wie Advent Children, Crisis Core oder Dirge of Cerberus werden nicht mehr ignoriert, sondern verschmelzen zu einem einzigen, gigantischen Gesamtkunstwerk. Bekannte Gesichter wie Cissnei oder Truppen der Deepground-Organisation tauchen auf, um die Fäden der letzten zwei Jahrzehnte endgültig zusammenzuführen.

Für eingefleischte Kenner birgt diese grenzenlose Verschmelzung natürlich die Gefahr einer unübersichtlichen Zersplitterung. Wer jedoch die wirtschaftliche Realität der Japaner versteht, weiß, dass ein Ende dieser Marke niemals eine ernsthafte Option im Vorstand war.

Square Enix bricht mit dem Exklusiv-Käfig und plant die Ewigkeit

Hinter dieser endlosen Zukunftsvision steckt ein knallharter Kurswechsel im weltweiten Vertrieb. Jahrelang kettete der Konzern seine größten Blockbuster an Sonys Konsolen und musste zusehen, wie künstliche Barrieren das volle Verkaufspotenzial ausbremsten. Mit dem dritten Teil zieht der Publisher nun endgültig die Reißleine: Das Rollenspiel landet am 8. April 2027 zeitgleich auf allen relevanten Plattformen.

Dass diese Strategie der einzig gangbare Weg für gigantische Budgets ist, belegt der jüngste Gewinnsprung bei Square Enix nach der Öffnung für alternative Plattformen. Wer hunderte Millionen Dollar in Grafik, Weltendesign und Musik pumpt, kann es sich schlicht nicht mehr leisten, Millionen Zocker auf der Xbox oder Nintendos Switch 2 im Regen stehenzulassen.

Final Fantasy 7 wird damit endgültig zur unsterblichen Marke umgebaut, die niemals ruhen darf. Wenn Cloud und Sephiroth im April 2027 ihre Klingen kreuzen, erleben wir nicht den erlösenden Schlusspunkt einer Ära, sondern das Vorspiel für die nächsten Jahrzehnte. Square Enix beweist damit einmal mehr, dass Legenden in dieser Industrie niemals sterben – solange die Kasse verlässlich klingelt.

TAGGED:Final FantasyFinal Fantasy 7: Revelation

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vonMischa Schumacher
Seit Kindestagen bin ich ein riesen Nintendo-Fan und bin mit Spielen wie Super Mario und Pokemon aufgewachsen. Dann kam die erste Playstation, kurz darauf folgte der eigene PC und somit gab es für mich keinen Halt mehr und meine Leidenschaft für Videospiele wurde immer größer. So groß, dass ich mittlerweile 16 Konsolen im Wohnzimmer stehen hab. Ich kann mit Shooter nicht wirklich etwas anfangen, jedoch habe ich mit RPGs und JRPGs umso mehr Freude, Jump and Runs dürfen natürlich hier nicht fehlen. Mein Herz gilt Spielen mit einer bewegenden Story, da kann Grafik schon mal als Nebensache betrachtet werden.
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