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Fünf Jahre The Ascent: Neon Giant fixt Save-Systeme – und KRAFTON träumt vom Franchise

Neon Giant und KRAFTON bringen im November 2026 ein Update für The Ascent, das Koop-Stabilität, Speicherstände und HDR verbessert. Der Patch markiert KRAFTONs Einstieg als Publisher und soll die 12 Millionen Spieler Marke als Sprungbrett für ein Franchise nutzen.

Max Wollersberger
von Max Wollersberger
31.07.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Zwölf Millionen Spieler haben The Ascent gezockt. Die meisten davon erinnern sich an zwei Dinge: eine der schönsten Cyberpunk-Städte, die je ein Zwölf Mann Team gebaut hat – und Koop-Sessions, die mitten im Bosskampf kollabierten. Fünf Jahre nach Release kündigt Neon Giant jetzt ein Update an, das vor allem die Technik richtet. Der eigentliche Treiber dahinter heißt KRAFTON – und der denkt längst in Franchise-Dimensionen.

Das steckt im Artikel
  • Bugs, Saves und HDR – was das Update tatsächlich anpackt
  • KRAFTON übernimmt, Neon Giant liefert – eine Zweckehe mit Vorgeschichte
  • Zwölf Leute, zwölf Millionen Spieler – und NO LAW wartet schon

Bugs, Saves und HDR – was das Update tatsächlich anpackt

The Ascent kam Juli 2021 auf den Markt – ein isometrischer Cyberpunk-Shooter, geschaffen von zwölf Leuten in Schweden. Es sah fantastisch aus, spielte sich dreckig-satt und hatte einen Launch, der vor allem durch eines auffiel: Bugs. Koop-Partien brachen ab, Speicherstände verschwanden, und wer mit Freunden zocken wollte, brauchte Geduld.

Fünf Jahre später adressiert Neon Giant genau diese Baustellen. Das November-Update – pünktlich zur zwölf Millionen Spieler Marke – packt die Teleportation im Koop-Modus an, überholt das Encounter-System, stabilisiert Spielspeicherung und Spielerfortschritt. HDR-Unterstützung kommt dazu, die Lokalisierung wird in allen Sprachen verbessert. Konkrete Patch-Notes? Gibt’s erst kurz vor Release.

Auffällig ist, was Neon Giant nicht verspricht: keine neuen Inhalte, keine Story-Erweiterung, kein neuer DLC. Es geht ums Fundament. Wer The Ascent zum Launch gespielt hat, weiß: Dieses Fundament hätte schon 2021 stehen müssen.

KRAFTON übernimmt, Neon Giant liefert – eine Zweckehe mit Vorgeschichte

Im März 2026 übernahm KRAFTON die direkte Publishing-Verantwortung für The Ascent. Der südkoreanische Konzern, bekannt durch PUBG und zuletzt durch einen erbitterten Rechtsstreit mit den Subnautica 2 Machern von Unknown Worlds, positioniert sich zunehmend als Verlagshaus für westliche Studios. Neon Giant ist eines dieser Second-Party-Studios.

Dass KRAFTON ausgerechnet jetzt Geld und Ressourcen in ein 5 Jahre altes Spiel steckt, ist kein Zufall. The Ascent war 2021 das meistgespielte PC-Spiel im Xbox Game Pass – ein Hit, der unter dem Radar der großen Publisher durchschlüpfte. KRAFTON will diese Marke nicht verfallen lassen, bevor die nächste Welle kommt. Das November-Update ist die Grundsanierung, bevor das Haus neu vermarktet wird – auf neuen Plattformen, in neuen Genres, mit Fortsetzungen.

Trauen wir KRAFTON diese Langzeitpflege zu? Der Subnautica-Streit, der mit einer 250 Millionen Dollar Zahlung und dem Rücktritt von CEO Ted Gill endete, hat gezeigt, wie schnell Publisher-Studio-Beziehungen eskalieren können. Neon Giant sagt, man sei „dankbar für die Unterstützung“. Zwischen den Zeilen steht: Wir liefern ab, solange der Deal hält.

Zwölf Leute, zwölf Millionen Spieler – und NO LAW wartet schon

Zwölf Leute haben The Ascent gebaut. Zwölf. In einer Industrie, in der Blockbuster-Teams 400 Mann stark sind und trotzdem crunchen, ist das eine Ansage. Heute sitzen bei Neon Giant rund 20 Entwickler – und sie arbeiten nicht an The Ascent 2, sondern an NO LAW, einem First-Person Open World Shooter.

Das ist der eigentliche Kontext dieses Updates. Neon Giant richtet The Ascent für die Zukunft her, aber der Fokus des Studios liegt woanders. NO LAW setzt auf die Unreal Engine 5, will eine dichte Open World mit kleinem Team stemmen und verlässt die isometrische Perspektive komplett. Der Schritt vom Twin-Stick-Shooter zum immersiven First-Person-RPG ist riskant – und genau deshalb muss The Ascent jetzt funktionieren. Nicht als aktives Live-Service-Spiel, sondern als stabiles Fundament für ein Franchise, das irgendwann von einem größeren Team weitergetragen wird.

Ob das klappt, hängt davon ab, wie ernst Neon Giant und KRAFTON diese Wartungsarbeit wirklich meinen. Ein Update, das fünf Jahre alte Bugs fixt, ist ein Anfang. Aber Franchise-Ambitionen brauchen mehr als einen Patch. Sie brauchen das Vertrauen, dass der nächste Launch nicht wieder mit verschwundenen Speicherständen beginnt.

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vonMax Wollersberger
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Heavy Music, schnelle Bikes und Sport sowieso – da ich auch im Jahre des Herren 1986 geboren wurde und da auch der NES in Europa das Licht erblickte, war die Konsequenz des Zockens logisch. Da ich auch an verbaler Inkontinenz leide, sind PixelCritics sowie earshot.at perfekte Orte um mein Interesse am Journalismus auszuleben.
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