Die offene Beta von Gears of War: E-Day hat am 14. August mit 22.084 gleichzeitigen Spielern den höchsten Wert erreicht, den je ein Gears-Titel auf Steam sah – mehr als doppelt so viel wie Gears 5. Analyst Rhys Elliott von Alinea Analytics schätzt dazu 1,2 Millionen Xbox-Spieler in der ersten Beta und verdoppelte Steam-Vorbestellungen auf rund 100.000. Doch die Rekordzahlen sind Schätzungen, die vor allem die Rückkehr alter Fans messen – und The Coalition warnt selbst vor Abstürzen; ob der Hype den Launch am 6. Oktober trägt, ist offen.
- 22.084 gleichzeitige Spieler: Die Beta übertrumpft jeden Gears-Titel auf Steam
- 1,2 Millionen Xbox-Spieler, 100.000 Vorbestellungen: Die Analysten-Zahlen unter der Lupe
- Vom PS5-Debüt zurück zur Exklusivität: Warum E-Day nicht auf PlayStation kommt
- Rekord hin, Abstürze her: Was die Beta über den Launch am 6. Oktober verrät
22.084 gleichzeitige Spieler: Die Beta übertrumpft jeden Gears-Titel auf Steam
Die offene Beta von Gears of War: E-Day erreichte am 14. August 22.084 gleichzeitige Spieler auf Steam – mehr als jeder Gears-Titel zuvor. Der bisherige Serienrekord gehörte Gears 5 mit 10.196, Gears Tactics kam auf 7.351, das Remaster Reloaded auf 4.819.
Der Lauf dahin ist fast so bemerkenswert wie der Rekord selbst. Schon die Early Access Phase für Vorbesteller (6.–10. August) übertraf mit 14.331 gleichzeitigen Spielern den bisherigen Serienrekord von Gears 5. Als sich die Beta am 13. August für alle öffnete, kletterte der Wert am Folgetag auf 22.084 – und damit auf mehr als das Vierfache dessen, was das Remaster Reloaded bei seinem Start im August 2025 zusammenbekam. Wobei die Konkurrenz im eigenen Haus klein war: das erste Gameplay ließ schon im Juni erahnen, dass E-Day der bislang wichtigste PC-Auftritt der Serie wird. Der Release am 6. Oktober bestätigt das: erstmals erscheint ein Hauptableger der Serie am ersten Tag auf Steam – und nur dort, denn eine PS5-Fassung gibt es nicht.
1,2 Millionen Xbox-Spieler, 100.000 Vorbestellungen: Die Analysten-Zahlen unter der Lupe
Analyst Rhys Elliott von Alinea Analytics schätzt, dass 1,2 Millionen Xbox-Spieler die erste Beta auf Konsole und Windows testeten und sich die Steam-Vorbestellungen von rund 50.000 auf 100.000 verdoppelten. Fast 90 Prozent der Beta-Teilnehmer hatten zuvor Gears 5 gespielt, 55 Prozent Reloaded – die meisten über Game Pass. Es sind Schätzungen, keine offiziellen Zahlen.
Die Engagement-Werte, die Elliott daraus ableitet, lesen sich gesund: 24,1 Prozent der Spieler verbrachten über zehn Stunden in der Beta, 12,7 Prozent über 15, und 6,5 Prozent kamen auf mehr als 20. Wer so lange in einem Multiplayer-Betatest hängt, will mehr davon. Aber genau hier beginnt die Einordnung: Wenn fast neun von zehn Teilnehmern schon Gears 5 gespielt haben, misst dieser Rekord keine neuen Fans – er misst die Rückkehr einer schlafenden Fanbase. 100.000 Vorbestellungen für 69,99 Euro sind solide, aber kein Massenphänomen, und der Game Pass könnte den Verkauf weiter kannibalisieren. Die Zahlen beweisen, dass Gears noch Liebe bekommt. Ob sie reicht, um ein 70 Euro Spiel zu tragen, ist eine andere Frage.
Vom PS5-Debüt zurück zur Exklusivität: Warum E-Day nicht auf PlayStation kommt
Gears of War: E-Day ist seit Juni 2026 offiziell Xbox- und PC-exklusiv, eine PS5-Fassung kommt nicht. Dabei debütierte die Serie 2025 mit dem Remaster Reloaded erstmals auf PlayStation. Microsoft sagt, eine PS5-Version sei nie für die PS5 diskutiert worden; Händler-Listings wurden zurückgezogen.
Der Weg dorthin war holprig. Reloaded erschien am 26. August 2025 für 39,99 Dollar auf allen Plattformen – das Franchise-Debüt auf PlayStation, das viele als Türöffner für E-Day lasen. Die Spekulationen hielten sich bis in den Juni 2026, als Microsoft die Konsolenexklusivität bestätigte. In Händler-Systemen hatten trotzdem Listings existiert, und im Netz kursiert bis heute das Gerücht, eine PS5-Fassung sei „effektiv fertig“ gewesen – offiziell dementiert, unbelegt.
Steam ist somit der einzige Weg für alle, die keine Xbox besitzen. Der Beta-Rekord ist damit ein reines Xbox-und-PC-Signal – und für PlayStation-Besitzer ein Ausschluss, den sich Microsoft mit dem eigenen Remaster vom Vorjahr erst ermöglicht hat.
Rekord hin, Abstürze her: Was die Beta über den Launch am 6. Oktober verrät
The Coalition warnte vor der Beta selbst: Stabilität und Performance seien noch „work in progress“, Abstürze und Framedrops wahrscheinlich. Für das zweite Beta-Wochenende kündigte das Studio zehn Verbesserungen an. Ob das bis zum 6. Oktober reicht, ist die eigentliche Frage hinter dem Rekord.
Im Steam-Community-Hub stand es schwarz auf weiß: „Stability and Performance is still a work in progress and you can expect crashes and performance dips.“ Dazu gesellten sich Matchmaking-Latenzen und in der Community die bekannten Unreal Engine 5-Sorgen – die Ambition hinter UE5 ist kein Garant für flüssige Bilder.
Die zehn Verbesserungen fürs zweite Wochenende zeigen immerhin, dass The Coalition zuhört. Inhaltlich trägt die Beta das Erwartete: Horde Siege, der neue 12-Spieler-PvE-Modus, in dem drei Squads gemeinsam Kalona gegen Locust-Wellen verteidigen, dazu 4-gegen-4-Versus. Am 6. Oktober kommen Kampagne und Mehrspieler für 69,99 Euro, im Game Pass ab Tag eins, ohne Battle Pass und mit 120 FPS im Mehrspieler als Versprechen. Ein Beta-Peak beweist noch keine stabile Serverlage. Aber er beweist, dass Gears wieder relevant ist – zum ersten Mal seit Jahren.