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Games

GTA in London? Rockstar-Gründer erklärt, warum das „nicht funktioniert“ hätte

Rockstar-Mitgründer Dan Houser begründet, dass die Grand Theft Auto-Reihe untrennbar mit der amerikanischen Kultur und ihren Mythen verwoben ist und eine Verlagerung in ein anderes Land wie London das satirische Fundament der Serie zerstören würde, da ihr Wesen auf der Persiflage des amerikanischen Lebens basiert.

René Nikel
von René Nikel
04.11.25
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Lesezeit: 2 Min.
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Es ist eine Frage, die in den unendlichen Weiten des Internets seit Jahrzehnten wie ein Echo widerhallt: Warum wagt die monumental erfolgreiche Grand Theft Auto-Reihe niemals den Sprung über den großen Teich? Nun hat Dan Houser, Mitbegründer von Rockstar Games und die kreative Feder hinter der Serie, in einem seltenen Interview mit Lex Fridman das Schweigen gebrochen. Seine Antwort ist eine ebenso simple wie tiefgründige Offenbarung über die wahre Seele der Spielereihe. Demnach ist GTA nicht einfach nur in Amerika angesiedelt; die Saga ist eine unauflösbare Symbiose mit der Kultur, den Mythen und den Widersprüchen der Vereinigten Staaten.

Das steckt im Artikel
  • Das niedliche London-Intermezzo
  • Ein Zerrspiegel der amerikanischen Gesellschaft
  • Mehr als nur eine bloße Kulisse

Das niedliche London-Intermezzo

Houser erinnerte sich an das Add-on GTA: London aus dem Jahr 1999 und bezeichnete es als ein „ziemlich niedliches und lustiges“ Experiment. Doch genau diese Erfahrung führte das Team zu einer fundamentalen Erkenntnis. Sie entschieden damals, dass in der DNA der Marke so viel ureigenes „Americana“ verankert sei, dass es ungemein schwerfallen würde, die Formel an einem anderen Ort wie London zum Funktionieren zu bringen. Das satirische Herz der Serie würde schlichtweg aufhören zu schlagen. Houser bringt es auf den Punkt: „Man brauchte Waffen, man brauchte diese überlebensgroßen Charaktere.“

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Ein Zerrspiegel der amerikanischen Gesellschaft

Im Kern ist Grand Theft Auto niemals nur ein Spiel über das Stehlen von Autos und das Anzetteln von Chaos gewesen. Die Serie ist vielmehr ein scharfsinniger, oft brutaler Zerrspiegel des amerikanischen Lebens – eine gnadenlose Satire auf Politik, Medienwahn, ungezügelten Konsumismus, Kriminalität und die nationale Mythenbildung. Houser, selbst Brite, deutet an, dass es gerade diese Außenperspektive ist, die den einzigartigen Ton der Spiele prägt. Es sei das Gefühl, dass das Game „so sehr von Amerika handelt“, dass eine Verpflanzung des Konzepts in eine andere Kultur nicht auf die gleiche Weise funktionieren würde.

Mehr als nur eine bloße Kulisse

Diese Einblicke unterstreichen eine entscheidende Wahrheit: Die Vereinigten Staaten sind für Grand Theft Auto weit mehr als nur eine austauschbare Kulisse. Die Serie gedeiht und nährt sich von der überzeichneten Darstellung amerikanischer Archetypen und sozialer Spannungen. Ein Schauplatz außerhalb der USA würde bedeuten, dieses gesamte satirische Gerüst mühsam abzutragen und für eine Kultur mit gänzlich anderen Konflikten, Institutionen und Legenden neu zu errichten. Am Ende wäre es vielleicht ein gutes Spiel, aber es wäre kein echtes Grand Theft Auto mehr.

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vonRené Nikel
Seit Dino Wars oder North&South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, aber meine Leidenschaft für Videospiele nicht! Mit dem Alter von 5 Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich um einen kleinen Indie-Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zu der Grundausstattung. Bei meiner Begeisterung für den Journalismus in Verbindung mit Videospielen gab es da nur eine logische Konsequenz. Redakteur bei PixelCritics werden, um mein Interesse beider Welten auszuleben.
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