Da sitzt einer allein vor seinem Rechner und will Rockstar ausstechen. Der Unternehmer Ziwen hat auf X angekündigt, GTA 6 komplett per KI nachzubauen – und zwar vor dem offiziellen Release. Was wie ein Aprilscherz klingt, ist ein ernstgemeintes Experiment mit Claude Max, Godot und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen. Ob dabei mehr als eine wackelige Tech-Demo rauskommt, ist völlig offen.
Mit Claude Max gegen Rockstar – ein Fanprojekt zu GTA 6
Ziwen ist KI-Unternehmer und hat sein Vorhaben auf X gestartet: „Das Ziel: das echte GTA 6 in puncto Release schlagen.“ Kein Studio, kein Publisher – nur er, seine KI-Tools und ein paar Mitstreiter. Die Engine: Godot. Das KI-Modell: Claude Max mit 20-facher Leistungsreserve. Selbst Ziwen nennt das Projekt „wahrscheinlich bescheuert“ – und macht trotzdem weiter.
Seitdem Rockstar GTA 6 auf November 2026 verschoben hat, warten Millionen. Der Publisher begründete den Schritt damals damit, „das Spiel mit dem Qualitätsniveau fertigzustellen, das ihr erwartet und verdient habt“. Ziwen sieht das anders: Er will nicht warten – er baut.
Sechs Tage, eine Engine und viel Grütze
Inzwischen ist Ziwen bei Tag 8 angelangt. Was er zeigt, erinnert an frühe Roblox-Prototypen: wackelige Texturen, eine Figur, die im Sonnenlicht leuchtet wie Edward Cullen, Krokodile, die vom Himmel fallen. Immerhin: Es gibt ein „echtes Hauptmenü“ und einen Ladebildschirm. Ein ernstzunehmender GTA-Konkurrent sieht anders aus – aber das ist auch nicht der Anspruch.
Interessant wird es unter der Haube: „Wir haben die ganze Zeit in Godot entwickelt, aber es zeigt langsam seine Grenzen bei AAA-Inhalten“, schreibt Ziwen. „Diese Woche werde ich Unity testen, um zu sehen, ob wir das Spiel dort auf AAA-Niveau bringen.“ Besonders spannend: Eine „Agenten-Schleife“ aus KI-Modellen soll den Code eigenständig lesen, editieren und pushen. Ob das in Unity besser funktioniert als in Godot, will er testen. Die ursprüngliche Meldung bei GamesRadar fasst die ersten sieben Tage zusammen.
Tech-Demo oder echter Meilenstein für KI-Spieleentwicklung?
Das Projekt reiht sich ein in eine Welle von KI-generierten Spielexperimenten – Elon Musk hat zuletzt Ähnliches angekündigt. Der entscheidende Unterschied: Ziwen programmiert nicht nur per Prompt, sondern lässt eine Kette von KI-Agenten autonom entwickeln. GTA 6 selbst verzichtet komplett auf generative KI für kreative Inhalte – ein interessanter Kontrast.
Ob aus dem Experiment ein spielbares GTA wird? Eher nicht. Aber als Machbarkeitsstudie für KI-getriebene Spieleentwicklung ist es einen Blick wert. Ziwen dokumentiert den Fortschritt selbst auf X.
Glaubt ihr, eine reine KI-Entwicklung kann in absehbarer Zeit ein Open-World-Spiel auf GTA-Niveau stemmen – oder bleiben Projekte wie dieses für immer Tech-Demos?
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