Samsung Display plant Insidern zufolge den Einstieg in die Micro-OLED-Fertigung für VR-Headsets. Das wäre ein echter Sprung nach vorn für die gesamte Branche – allerdings frühestens 2028. Bisher dominierte Sony den Markt für die hochauflösenden Displays, während Samsung vor allem auf QLED setzte. Ein Wechsel könnte die nächste Generation von VR-Headsets deutlich schärfer, heller und detailreicher machen. Wer jetzt auf ein neues Headset spart, sollte wissen: Die echten Sprünge kommen erst in ein paar Jahren.
Samsung Display plant eigene Micro-OLED-Fabrik
Der bekannte VR-Leaker Brad Lynch (SadlyItsBradley) hat auf X einen detaillierten Zeitplan veröffentlicht. Demnach hat Samsung Display Gespräche mit Anbietern aufgenommen, um eine Fertigungsanlage für Ultra-High-Brightness Micro-OLED-Displays zu bauen. Die Bestellung der Anlagen soll noch 2026 erfolgen, die Installation 2027, die Massenproduktion startet dann 2028.
Der Original-Leak auf X ist bisher die einzige Quelle – Samsung hat die Pläne nicht offiziell bestätigt. Brad Lynch gilt in der VR-Szene jedoch als zuverlässig und hat in der Vergangenheit mehrfach korrekte Vorhersagen getroffen, unter anderem zu Valves kommendem Steam Frame VR-Headset.
Was Micro-OLED besser macht als QLED
Der entscheidende Vorteil von Micro-OLED liegt in der Fertigung. Die Leuchtdioden werden auf Silizium-Wafer-Substraten statt auf Glas aufgebracht. Das ermöglicht eine deutlich höhere Präzision – die Pixeldichte liegt um Größenordnungen über der eines normalen High-Density-Monitors. Dazu kommen die typischen OLED-Vorteile: tiefe Schwarzwerte, hohe Farbbrillanz und vor allem kein Screen-door-Effekt mehr.
PC Gamer hat Micro-OLED bereits in der Praxis getestet – konkret im Pimax Crystal Super, das auf ein Sony-Panel setzt. Das Ergebnis: glasklare Darstellung, keinerlei Gittereffekt, selbst bei genauem Hinsehen. Einziger Wermutstropfen: leicht erhöhte Spiegelungen und ein saftiger Aufpreis von einigen hundert Dollar. Bisher nutzen vor allem das Apple Vision Pro und besagtes Pimax-Headset Micro-OLED – Sony ist aktuell der dominierende Hersteller. Sollte Samsung hier einsteigen, dürften die Preise langsam sinken.
Was der Zeitplan für VR-Fans bedeutet
2028 klingt weit weg, ist aber für den Aufbau einer Display-Fertigung realistisch. Wer jetzt über ein VR-Headset nachdenkt, muss nicht zwingend warten – die aktuellen QLED-Panels liefern solide Ergebnisse. Wer aber auf die maximale Schärfe und das absolute Eintauchen setzt, für den lohnt sich das Warten.
Dass Samsung überhaupt in diese Richtung denkt, ist ein starkes Signal für die VR-Branche – gerade nach Metas Rückzug aus dem VR-Spielemarkt und der allgemeinen Verunsicherung. Samsung ist einer der größten Panel-Hersteller der Welt. Wenn das Unternehmen Micro-OLED ernsthaft vorantreibt, könnte das die gesamte Lieferkette verändern.
Ob Samsung den 2028-Zeitplan wirklich durchzieht oder die ersten Micro-OLED-Headsets doch früher kommen, wird sich in den nächsten zwei Jahren zeigen – wenn die Anlagen installiert sind und erste Testläufe anstehen.
Auf den Pixel gefühlt…
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