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Monster Hunter Wilds: Screenshot
Games

Schluss mit trägen Fehlschlägen: Monster Hunter Wilds verpasst dem Großschwert Raketen-Power

Capcom zündet die nächste Stufe für Monster Hunter Wilds: Ascendance und spendiert dem behäbigen Großschwert ungeahnten Vorwärtsdrang. Mit dem neuen Boost Bracer mutiert der schwerste Prügel des Spiels zur mobilen Abrissbirne.

Max Wollersberger
von Max Wollersberger
03.09.26
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Lesezeit: 4 Min.
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Die Jagdsaison im Meisterrang wirft ihre Schatten voraus, und Capcom zieht das Tempo spürbar an. Für die kommende Groß-Erweiterung Monster Hunter Wilds: Ascendance eröffnen die Japaner ihren traditionellen Reigen täglicher Waffenvideos mit einem Paukenschlag. Das traditionell träge Großschwert legt seine Fesseln ab und mutiert dank einer brandneuen Mechanik zu einem rasanten Offensiv-Biest. Wer bisher dachte, mit diesem Eisenbrocken an den Füßen festgeklebt zu sein, wird nun Augen machen.

Das steckt im Artikel
  • Das Großschwert lernt endlich fliegen
  • Wenn der Boost Driver die Bestie niederstreckt
  • Meisterrang-Prüfung und der Fahrplan zum Spotlight

Das Großschwert lernt endlich fliegen

Jeder Jäger kennt diesen nagenden Schmerz tief in der Magengrube. Du stehst drei qualvolle Sekunden lang regungslos da, lädst den mächtigen Wahnsinns-Hieb bis zum Anschlag auf, und im letzten Sekundenbruchteil tänzelt das Monster zwei lächerliche Zentimeter zur Seite. Der Schlag donnert ins leere Gras, die Ausdauer ist im Eimer und die Bestie wischt mit deinem wehrlosen Jäger den Boden auf. Danke für gar nichts. Genau dieses uralte Zocker-Trauma packt Capcom nun beherzt an den Hörnern.

Im Mittelpunkt der Gameplay-Revolution steht der sogenannte Boost-Armschutz, der exklusiv für die knallharten Quests im Meisterrang entworfen wurde. Wie die offizielle Übersicht von Capcom verdeutlicht, belohnt die Apparatur unerbittlichen Offensivdrang. Wer pausenlos auf Tuchfühlung geht und Treffer landet, lädt eine kinetische Energieleiste auf. Ein Tastendruck genügt, und der Jäger katapultiert sich mit einem gewaltigen Vorstoß direkt in die Visage des Monsters, anstatt mühsam hinterherzudackeln.

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Das Großschwert verliert dadurch keineswegs seine wuchtige Identität, sondern gewinnt genau jene taktische Flexibilität, die dem Basisspiel bisher fehlte. Statt nach jedem verfehlten Hieb frustriert die Waffe einzustecken, bleibt man mitten im Geschehen. Das Tempo zieht an, und die dicken Schadenszahlen sitzen endlich da, wo sie wehtun.

Wenn der Boost Driver die Bestie niederstreckt

Die wahre Magie entfaltet sich jedoch in den verkettbaren Manövern. Wenn der Boost Driver zündet, bricht das Großschwert nicht mehr einfach die Bewegung ab. Ihr könnt explosive Ladeangriffe ansatzlos aus dem vollen Sprint abfeuern. Noch genialer fällt die Überarbeitung der Offset-Angriffe aus. Konterattacken lassen sich ab sofort mehrfach aneinanderhängen, wodurch man anstürmende Bestien mit perfektem Timing frontal ausbremst und ihnen die Zähne geraderückt. Ein Gefühl purer Macht am Controller.

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Besonders ein neuer Luftangriff lässt Kenner schmunzeln. Capcom bedient sich schamlos im eigenen Regal und verpasst dem Großschwert einen waghalsigen Hechtsprung, der direkt aus Devil May Cry stammen könnte. Man katapultiert sich über den Schweif eines Drachen, holt weit aus und donnert die Klinge senkrecht in die Schädeldecke. Das bricht Hörner und zwingt selbst zähe Brocken auf die Knie. Solche Aktionen liefern genau jenes Grinsen, das Veteranen seit Monaten vermisst haben.

Dieser frische Wind tut dem Titel verdammt gut. Nach dem Launch stand das Spiel lange im übermächtigen Schatten von Monster Hunter World, dessen Feinschliff über Jahre unerreicht blieb. Wenn die Entwickler dieses Niveau an Kreativität und Wucht nun für alle restlichen dreizehn Waffengattungen durchziehen, könnte Ascendance genau jenen Sprung markieren, den einst Iceborne für die Serie bedeutete. Der schwere Prügel macht plötzlich wieder süchtig.

Meisterrang-Prüfung und der Fahrplan zum Spotlight

Wer jetzt Blut geleckt hat, muss sich nicht lange auf den nächsten Nachschlag gedulden. Capcom startet die Marketing-Maschinerie voll durch und versorgt uns ab sofort mit täglichen Videos zu den Waffen, um das gesamte Arsenal der Reihe nach auseinanderzunehmen. Ob Hammer, Lanze oder Insektenklinge: Jedes Werkzeug erhält seine ganz eigenen Boosted Actions und frische Spielstile. Die Vorfreude auf durchzockte Nächte im Discord klettert schlagartig nach oben.

Der eigentliche Höhepunkt steht uns allerdings am 16. September ins Haus. Im großen Capcom Spotlight vor der Tokyo Game Show lassen die Entwickler die Hüllen fallen und dürften neben neuen Monstern auch den finalen Veröffentlichungszeitraum enthüllen. Direkt im Anschluss dürfen Messebesucher in einer dreiteiligen Demo erstmals Hand an den Boost Bracer legen und einen noch geheimen Drachenältesten jagen. Ein echter Härtetest für das überarbeitete Kampfsystem.

Bis die Erweiterung im Jahr 2027 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S aufschlägt, bleibt den Schmieden in Osaka noch Zeit für den finalen Schliff. Auch die Version für Nintendos neue Hardware befindet sich bekanntlich in der Mache. Fest steht schon jetzt: Wer das Großschwert bisher als trägen Knochenjob abgestempelt hat, muss seine Vorurteile begraben. Wenn dieser Stahlkoloss mit Raketenantrieb auf die Jagd geht, wackelt die gesamte Nahrungskette.

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vonMax Wollersberger
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Heavy Music, schnelle Bikes und Sport sowieso – da ich auch im Jahre des Herren 1986 geboren wurde und da auch der NES in Europa das Licht erblickte, war die Konsequenz des Zockens logisch. Da ich auch an verbaler Inkontinenz leide, sind PixelCritics sowie earshot.at perfekte Orte um mein Interesse am Journalismus auszuleben.
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