Am 4. August ist es so weit: Final Fantasy 14 erscheint für die Nintendo Switch 2. Die Preorders sind live, der erste Monat ist kostenlos – und die Installation wird dich zum Aufräumen zwingen. 117,2 Gigabyte. So viel Platz frisst das MMO auf der Switch 2. Kein anderes Spiel braucht bisher so viel.
Eine Zahl, die nach einer microSD schreit
117,2 Gigabyte sind nicht nur eine Zahl – sie sind die eigentliche News. Die interne SSD der Switch 2 fasst 256 Gigabyte, das Betriebssystem knabbert nochmal etwa 20. Übrig bleiben vielleicht 230 Gigabyte. Ein Spiel allein schluckt die Hälfte. Square Enix hat den Release bereits im April auf dem Fan-Festival angekündigt – aber die eShop-Listung liefert jetzt die harte Währung. Wer parallel noch andere Spiele installieren will, kommt um eine microSD Express nicht herum.
Es ist nicht das erste Mal, dass Square Enix den Switch 2 Speicher in die Knie zwingt. Final Fantasy 7 Rebirth belegt mit 102 Gigabyte den zweiten Platz – und auch dort half die physische Version nicht. Game Key Card statt Modul, Download-Pflicht. Die beiden Final Fantasy Titel allein belegen fast die gesamte interne SSD. Das ist keine Planungslücke. Das ist ein kalkulierter Verkauf von microSD-Karten.
Abo mit Rabatt – aber immer noch ein Abo
Das separate Abo-Modell klingt erstmal nach der schlechten Nachricht. Kein Nintendo Switch Online, kein Durchwinken. Stattdessen eine eigene Square-Enix-Schicht. Aber das Team hat das clever eingefädelt: Der erste Monat ist kostenlos, offiziell um „die Server-Stabilität zu testen“. In Wahrheit senkt Square Enix die Einstiegshürde.
Bestehende Spieler auf PC, PlayStation oder Xbox bekommen 50 Prozent Rabatt auf das Switch 2 Abo. Und Cross-Progression funktioniert – wer unterwegs weiterspielen will, startet nicht bei null. Die Switch 2 Version nutzt dieselben Server wie alle anderen Plattformen. IGN berichtet, dass Yoshida das auf dem Fan-Festival betont hat. Kein isoliertes Ökosystem. Eine neue Tür in einen laufenden Raum.
Warum überhaupt ein separates Abo? Weil Nintendo kein Dritt-Abo-Modell unterstützt. Sony und Microsoft erlauben das, Nintendo nicht. Also hat Square Enix eine eigene Lösung gebaut. Die Konsequenz: zwei Abos parallel, wenn man Nintendo Switch Online für andere Spiele nutzt. Etwa 15 Euro im Monat. Kein Betrug – aber ein Detail, das man vor dem Kauf kennen sollte.
Sechs Monate bis Evercold – und ein Kampfsystem-Remake
Wer jetzt einsteigt, hat genau bis Januar 2027 Zeit, sich hochzuziehen. Dann erscheint die Evercold-Erweiterung – und das ist keine normale Expansion. Level-Cap rauf auf 110. Zwei neue Jobs (Verteidiger und physischer Fernkämpfer). Ein Evangelion-Crossover als Allianz-Raid. Und ein Kampfsystem-Remake, das Square Enix in zwei Modi anbietet: Reborn-Modus (wie bisher) und Evolution-Modus (komplett neues System). Neue Jobs gibt es nur im Evolution-Modus. Wer umsteigen will, muss sich entscheiden.
Die Evercold-Demo soll noch diesen Herbst kommen. Wer jetzt beginnt, durchläuft die Dawntrail-Ära, bevor alles umgekrempelt wird. Etwa 250 Stunden Story von A Realm Reborn bis Dawntrail. Machbar in sechs Monaten – aber kein Nebenbei-Projekt.
Der Speicher wächst – das wurde noch nicht eingepreist
Was die meisten übersehen: 117,2 Gigabyte sind der Startwert. MMOs wachsen. Final Fantasy 14 bekommt weiter Patches, neue Texturen, Sprachpakete. Die Switch 2 hat keinen Slot für interne SSD-Erweiterungen – nur microSD. Und die ist langsamer als der interne UFS-Speicher.
Square Enix hat auf dem Fan-Festival eingeräumt, dass die 60-FPS-Marke in vollen Städten wie Limsa Lominsa nicht immer halten wird. Das ist eine Sache. Die andere: Wer in zwei Jahren immer noch auf der Switch 2 spielen will, wird entweder ständig deinstallieren oder eine teure High-Speed-microSD kaufen. Das ist kein Killer-Argument gegen den Release. Aber es ist ein Grund, nicht blind einzusteigen. Square Enix‘ Multiplattform-Strategie bringt das Spiel auf jede Konsole – aber der Speicher bleibt auf jeder Konsole ein Thema.