Bethesdas Weltraum-Rollenspiel Starfield hat seit seinem Erscheinen eine holprige Reise hinter sich – und wer gehofft hatte, dass der nächste große Schritt eine vollständige Neuerfindung des Spiels bedeutet, sollte die Ohren spitzen. Todd Howard hat sich geäußert, und seine Worte sind so aufschlussreich wie nüchtern.
Ankündigung steht kurz bevor – aber kein „Starfield 2.0“
In einem Gespräch mit Kinda Funny Games ließ Bethesdas kreativer Leiter durchblicken, dass das Studio bereit ist, „bald“ über neue Starfield-Inhalte zu sprechen. „Wir bewegen uns in eine Phase, in der wir bereit sind, über Starfield zu reden. Und das auf die richtige Art zu zeigen“, sagte Howard. Gleichzeitig bremste er Spekulationen über eine fundamentale Neuausrichtung des Spiels – ein sogenanntes Starfield 2.0 – unmissverständlich ab. Die kommenden Neuerungen seien Aktualisierungen, „die das Spiel verändern, nicht isoliert, sondern sozusagen auf einer übergeordneten Ebene“ – etwa durch die Nutzung des Weltraums auf bislang nicht dagewesene Weise. Ob damit endlich echte interplanetare Reisemöglichkeiten gemeint sind, wie sie bereits durch Datamines angedeutet wurden, bleibt vorerst offen.
Ehrliche Worte für alle, die Starfield nie wirklich mochten
Was Howards Aussagen besonders interessant macht, ist ihre ungewöhnliche Offenheit. Wer Starfield von Anfang an nicht für sich gewinnen konnte, wer irgendwann absprang oder das Spiel schlicht zu zäh fand, den wird auch das kommende Update wohl kaum zum Umdenken bewegen. „Ich glaube nicht, dass das grundlegend etwas ändern wird“, sagte Howard ohne Umschweife. Für jene hingegen, die das Spiel von Beginn an schätzten und in seine weitläufige Welt eintauchten, klingt die Ankündigung deutlich verlockender: „Wir glauben, dass du das lieben wirst.“ Es ist eine selten klare Zielgruppendefinition für ein Update – und in gewisser Weise erfrischend ehrlich, wenngleich sie zeigt, dass Bethesda die strukturellen Kritikpunkte vorerst nicht in Angriff nehmen will.
Bethesda jongliert drei große Marken mit überschaubarem Team
Im selben Gespräch sprach Howard auch über die generelle Lage des Studios: Mit rund 250 Mitarbeitern balanciert Bethesda derzeit drei gewichtige Marken gleichzeitig. Der überwiegende Teil des Teams arbeitet an The Elder Scrolls 6, das auf der neuen Entwicklungsumgebung Creation Engine 3 basiert und sich einem bedeutsamen Meilenstein nähert. Dennoch soll Starfield nicht auf der Strecke bleiben – Howard bekräftigte, dass das Studio die jüngste eigene Marke „für eine Weile“ weiter unterstützen werde. Gerüchten zufolge soll demnächst eine kostenpflichtige Erweiterung vorgestellt werden, die eine neue Fraktion sowie eine lang ersehnte Fassung für PlayStation 5 umfassen soll. Ein konkreter Termin für die Enthüllung wurde nicht genannt – „bald“ muss vorerst genügen.