Subnautica 2 hat sein erstes Early Access Update veröffentlicht, nur eine Woche nachdem der 250 Millionen Dollar Rechtsstreit mit Publisher Krafton beigelegt wurde. Die Zahlen, die Unknown Worlds da auf den Tisch legt, sind beeindruckend: 5 Millionen verkaufte Exemplare seit dem Early Access Start im Mai, dazu ein Update, das genau das anpackt, was die Community seit Wochen fordert. Und das alles, während das Studio personell noch mitten im Umbau steckt – Ted Gill, der per Gerichtsbeschluss wiedereingesetzte CEO, hat direkt nach der Einigung seinen freiwilligen Rücktritt erklärt. Es fühlt sich an, als hätte Unknown Worlds endlich freie Fahrt.
Das Update, das den Rechtsstreit vergessen macht
Dass Subnautica 2 überhaupt 5 Millionen Kopien verkauft hat, während das eigene Publisher-Verhältnis in Scherben lag, ist beachtlich. Krafton hatte die Studio-Gründer gefeuert, wurde vor Gericht zurückgepfiffen und zahlte schließlich über 250 Millionen Dollar Bonus an die Belegschaft. Wie unser Bericht zum Vergleich zeigte: Alle Mitarbeiter profitieren, nicht nur die Chefetage. Genau eine Woche später kommt jetzt Update 1.1 – und es ist nicht bloß ein Bugfix-Paket.
Biomods und Biolabs – mehr Powers, mehr Freiheit
Herzstück des Updates ist das Biomod-System, mit dem Spieler temporär Eigenschaften von Kreaturen übernehmen können. Klingt erstmal nischig, ist aber einer der kreativsten Ansätze, die das Survival-Genre seit langem gesehen hat. Zwei neue Biolabs in den Korallengärten und den Axum-Ruinen erhöhen die Zahl der freischaltbaren Biomods von vier auf sechs, und mit dem Bioscanner lassen sich zusätzliche passive Slots freischalten. Die Basis dafür, wie wir im Entwickler-Vlog zu Subnautica 2 gezeigt haben, war schon vor dem Release vielversprechend – jetzt wird daraus echtes Content-Wachstum.
Koop wird erwachsen – keine versehentlichen Spoiler mehr
Die vielleicht unscheinbarste, aber wichtigste Änderung betrifft den Koop-Modus. Audio-Logs spielen nicht mehr automatisch ab, wenn ein Spieler sie einsammelt. Klingt banal, war aber der mit Abstand häufigste Kritikpunkt in Koop-Sessions: Du erkundest mit drei Freunden die Tiefe, einer findet ein Log – und zack, die ganze Story-Enthüllung rauscht an dir vorbei, während du noch gegen einen Leviathan kämpfst. Jetzt landen alle Aufnahmen erst in der PDA-Datenbank und können manuell abgespielt werden. Die Verbesserungen im Koop waren dringend nötig – gerade weil der Rechtsstreit um Ted Gill die Entwicklung monatelang überschattet hat. Umso erfreulicher, dass genau dieser Bereich jetzt priorisiert wurde.
Sprinten, bauen, überleben – die Feinarbeit
Unknown Worlds hat auch an den Stellen nachgeschärft, die im Early Access am meisten gerieben haben. Sprint funktioniert jetzt auch außerhalb des Wassers – an der Oberfläche und in Basen. Die Wracks wurden um zusätzliche Routen und Sauerstoff-Puzzles erweitert. Und beim Basisbau: Der Tadpole Dock und der Fabricator lassen sich jetzt deutlich sauberer platzieren, dazu kommt ein neues Lagergebäude. Alles keine revolutionären Features, aber genau die Art von Feinschliff, die ein Early Access braucht, um von „vielversprechend“ zu „rund“ zu werden. Fernando Melo, Executive Producer bei Unknown Worlds, bringt es im offiziellen Ankündigungstext auf den Punkt: Man wolle die Welt von Subnautica 2 gemeinsam mit den Spielern formen. Nach den letzten Monaten klingt das weniger nach PR-Phrase – und mehr nach Versprechen.
Subnautica 2 ist ab sofort bei Steam im Early Access erhältlich.


