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Games

Tomb Raider: Co-Creator „Paul Douglas“ fordert neue Welten statt Remakes

Tomb Raider: Legacy of Atlantis interpretiert Laras erstes Abenteuer neu, verbindet moderne Technik mit einer einheitlichen Zeitlinie und schlägt damit eine Brücke zwischen klassischem Erbe und zukünftiger Serienausrichtung.

Maciej Ataman
von Maciej Ataman
16.12.25
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Lesezeit: 3 Min.
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Es ist ein schmaler Grat zwischen wohliger Nostalgie und kreativem Stillstand, auf dem sich die Videospielindustrie derzeit bewegt. Während die Ankündigung von Tomb Raider: Legacy of Atlantis bei vielen Fans für feuchte Augen und Vorfreude sorgte, meldet sich nun eine Stimme zu Wort, die gewichtiger kaum sein könnte. Paul Douglas, Mitbegründer der ursprünglichen Saga und einer der sechs Pioniere, die Lara Croft in den 90ern zum Leben erweckten, zeigt sich auf der Plattform BlueSky zwiegespalten. Statt blind in den Jubelchor einzustimmen, offenbart er eine tiefgreifende Sehnsucht nach dem Unbekannten. Seine Worte lassen durchblicken, dass das ständige Recyceln alter Erfolge vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss ist, besonders wenn man bedenkt, unter welchen widrigen Umständen das Original einst entstand.

Das steckt im Artikel
  • Das Trauma der Neunziger
  • Visuelle Opulenz trifft auf spielerische Skepsis
  • Ein geteiltes Erbe

Das Trauma der Neunziger

In seinen Posts, die er passenderweise mit der Skizze eines Allosaurus garnierte, verweist Douglas auf den enormen Druck, unter dem das kleine Team damals stand. Das Originalspiel war ein Produkt „intensiver Zwangslage“, ein unter Hochdruck geschmiedetes Werk, das nun poliert und neu verpackt wird. Für ihn persönlich wäre es weitaus reizvoller, „neue verlorene Welten“ zu erkunden, anstatt eine Ära wiederzubeleben, die mit so viel Stress und Entbehrung verknüpft war. Es ist der Wunsch eines Künstlers, der lieber neue Horizonte malt, als alte Gemälde zu restaurieren. Dennoch verschließt er sich nicht gänzlich der modernen Interpretation. Er erkennt an, dass die Reihe dringend einen Titel benötigt, der im Metacritic-Olymp wieder die 90-Prozent-Marke knackt – ein Kunststück, das seit dem Debüt keinem Nachfolger mehr gelang.

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Visuelle Opulenz trifft auf spielerische Skepsis

Trotz seiner Vorbehalte gegenüber der Remake-Kultur kann Douglas nicht leugnen, dass die technologische Evolution beeindruckende Früchte trägt. Die visuelle Pracht, die sowohl im Remake als auch im neu angekündigten Tomb Raider: Catalyst zu sehen ist, bezeichnet er als „atemberaubend“ – eine Qualität, von der sein Team vor 30 Jahren nur träumen konnte. Doch Grafik ist bekanntermaßen nicht alles. Die entscheidende Frage bleibt für ihn, ob das Gameplay und das damit verbundene Gefühl von Abenteuer und Entdeckung mit der optischen Brillanz mithalten können. Während Legacy of Atlantis als Remake in der Unreal Engine 5 die Vergangenheit restauriert und in die neue „Unified Timeline“ einbettet, soll Catalyst als Fortsetzung von Tomb Raider: Underworld ab 2027 die Geschichte weiterspinnen.

Ein geteiltes Erbe

Die Strategie der Entwickler scheint zweigleisig zu fahren: Einerseits wird mit dem Remake (geplant für 2026) das Fundament der Lore gefestigt, andererseits soll Catalyst als völlig neues Kapitel auch Neulinge abholen. Game Director Will Kerslake betonte, dass die Reboot-Trilogie nun als Origin-Story fungiert, während die kommenden Titel darauf aufbauen. Ob diese ambitionierte Verschmelzung der Zeitlinien und die technische Politur ausreichen, um den ursprünglichen Geist der Serie – dieses rohe, ungefilterte Entdeckergefühl – wiederzubeleben, bleibt abzuwarten. Douglas drückt jedenfalls die Daumen, auch wenn sein Herz offensichtlich mehr für das Neue schlägt als für das Aufgewärmte.

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vonMaciej Ataman
Mein “HOBBY” hat mit dem Gameboy und Tetris begonnen und amüsiert mich immer noch bis in die Morgenstunden. Meine Lieblingsspiele sind Strategie/Renn –und Actionspiele. Man probiert jedoch alles aus was Spaß macht. AustriaGaming bietet mir die Möglichkeit mein Hobby mit anderen zu teilen und gemeinsam Spaß zu haben. P.S: “We see us on the Battlefield!”
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