vivo drückt aufs Tempo. Während die Konkurrenz noch an ihren Foldables feilt, hat der chinesische Hersteller gleich zwei Europa-Starts in den Kalender gemeißelt: Das vivo X Fold6 kommt am 1. Oktober, das vivo X500 Pro Max und X500 Pro folgen am 27. Oktober. Der Clou: Ein 400mm-Telekonverter, der selbst Konzertfotos aus der letzten Reihe scharf macht. Wer die neue X500-Serie kauft, kauft kein Smartphone. Er kauft ein Kamera-System.
400mm im Anschlag
Der vivo X500 Pro Max Europa-Launch markiert den bisher aggressivsten Vorstoß des Herstellers in den Profi-Kamera-Markt. Kernstück ist der vivo ZEISS Telephoto Extender Gen 2 Ultra – ein 248 Gramm schwerer, 116 Millimeter langer Aufsatz, der die äquivalente Brennweite auf 400mm katapultiert. Zum Vergleich: Das ist mehr als das Doppelte dessen, was die meisten Konkurrenz-Flaggschiffe nativ bieten.
Die Kepler-Optik des Konverters besteht aus 15 hochtransparenten Glaselementen in zwei Gruppen, darunter fünf Linsen mit besonders geringer Dispersion. Im Zusammenspiel mit der 200 MP ZEISS APO Telekamera des X500 Pro Max – einem 1/1,4-Zoll-Sensor mit CIPA 7.0 Professional Stabilization – entstehen so Bilder, die noch vor zwei Jahren undenkbar waren. Das vivo X300 Ultra zeigte bereits, wozu die Vorgänger-Generation fähig war.
Das X500 Pro Max unterstützt zudem AF-Tracking-Snapshots mit 60 fps und hält damit Sportler, Tiere und Künstler im entscheidenden Moment scharf. Wer das kompaktere X500 Pro wählt, bekommt eine ZEISS APO Telekamera auf Basis des 64-MP-Sensors Sony LYTIA 610 – ebenfalls mit CIPA 7.0, aber ohne den 400mm-Konverter.
Der stille Strategiewechsel
Unter der Haube werkelt in beiden Pro-Modellen der MediaTek Dimensity 9600 Pro – der erste Flaggschiff-Chip im 2-nm-Verfahren. Mit 4,55 GHz Taktfrequenz, Mali-G2-Ultra-NX-GPU und einem dedizierten Imaging-NPU 2.0 liefert er die Rechenleistung für die aufwendige Bildverarbeitung. Der Launch der X300-Serie zeigte noch, dass vivo seine Standard- und Pro-Modelle einheitlich mit Top-Chips ausstattete.
Doch mit der X500-Serie ändert sich das: Das Standard-X500 bekommt lediglich den Dimensity 9600M – eine abgespeckte Variante. Die Pro-Modelle sind ab sofort die einzige echte Premium-Klasse. Diese Segmentierung ist kein Zufall. vivo positioniert die Pro-Reihe gegen Samsung Galaxy S Ultra und iPhone Pro Max.
Auch das X Fold6, das am 1. Oktober startet, setzt auf diese Strategie: Mit 6.900-mAh-Akku, IPX8/IPX9-Zertifizierung und einem 8,02-Zoll-Hauptdisplay tritt es gegen die Foldables von Samsung an – und ist das erste Foldable überhaupt, das den 200mm-Telekonverter unterstützt.
Gegen Samsung, gegen Apple
Die europäische Smartphone-Landschaft wird sich im Oktober verändern. vivo tritt mit einer klaren Botschaft an: Kamera ist nicht alles – aber ohne Kamera ist alles nichts. Das vivo X200 Pro hatte diese Richtung vorgezeichnet, die X500-Serie vollendet sie.
Mit der neuen Imaging-Strategie „BlueImage Dynamic Imaging“ verlagert vivo den Fokus von statischer Fotografie auf Video. 4K Cinematic Portrait Video, Log-basierte Bildverarbeitung und filmische Farbprofile wie „Golden Hour“ sollen die Lücke zwischen Smartphone und Kinokamera schließen. Ob die Rechnung aufgeht, hängt an einem Faktor, den vivo noch nicht genannt hat: dem Preis.