Captain Price verbündet sich in Modern Warfare 4 mit Valeria – ausgerechnet der Kartellchefin, die in Modern Warfare 2 (2022) noch seine Gegenspielerin war. Der neue Kampagnen-Teaser zur Mission „Traffic“ zeigt beide im chaotischen Straßenkampf durch Paris, während Price nach einem mysteriösen „Archer“ sucht. Der Haken: Die ungewöhnliche Allianz wirft mehr Fragen zur Jagd auf Makarov auf, als sie beantwortet.
Valeria und Price kämpfen in „Traffic“ Seite an Seite
Der Teaser zur Mission „Traffic“ liefert den bislang deutlichsten Blick auf die reine Solo-Kampagne von Modern Warfare 4. Captain Price ist in Paris unterwegs, sucht einen „Archer“ – vermutlich eine Anspielung auf das gleichnamige Artilleriesystem – und bekommt dabei ausgerechnet Unterstützung von Valeria, die als „El Sin Nombre“ in Modern Warfare 2 die Anführerin des Las-Almas-Kartells war.
Dass die beiden keine Sekunde Frieden finden, macht der Teaser klar: Kaum sind sie unterwegs, geraten sie in eine Verfolgungsjagd mit Hochgeschwindigkeitsfahrten, einem gepanzerten APC und explosiven Schusswechseln. Die Gegner seien keine Polizisten, aber „sie bluten trotzdem wie wir“ („they still bleed the same“), wie Valeria im Trailer lakonisch anmerkt. Wie die Mission in die Jagd auf Makarov passt, bleibt offen – Infinity Ward hält die Story-Fäden bewusst zusammen.
Wer ist Valeria – und warum ist ihre Rückkehr eine Ansage?
Valeria Garza war in Modern Warfare 2 (2022) die quaternäre Antagonistin: eine mexikanische Kartellchefin mit Verbindungen zu Colonel Alejandro Vargas und eine der prägnantesten Figuren des Reboots. Ihre Schauspielerin María Elisa Camargo machte die Rolle durch den viralen „El Sin Nombre“-Auftritt bekannt. Dass sie nun auf Prices Seite auftaucht, ist ein erzählerischer Coup, den die Reihe zuletzt vermissen ließ.
Nach dem inhaltlich zerfahrenen Black Ops 7, dessen Koop-Kampagne ohne Checkpoints und Pause-Funktion als Tiefpunkt der Serie gilt, setzt Infinity Ward damit ein klares Signal: zurück zu den Figuren, die Modern Warfare groß gemacht haben. Price als „Operator auf Abwegen“ und eine ehemalige Feindin als Zweckbündnis – das ist klassisches Modern Warfare Erzählen, kein Multiversums-Chaos.
Vorbesteller spielen die Kampagne ab 16. Oktober
Der eigentliche Zweck des Teasers ist Marketing: Activision will Vorbestellungen ankurbeln. Wer Modern Warfare 4 digital vorbestellt, darf die Kampagne ab dem 16. Oktober spielen – eine volle Woche vor dem Release am 23. Oktober. Laut Es ist die erste Early-Access-Kampagne seit Modern Warfare 3 (2023), nachdem Black Ops 6 und 7 die Option gestrichen hatten.
Der Release am 23. Oktober umfasst PS5, Xbox Series X/S, PC sowie – erstmals seit 13 Jahren wieder – eine Nintendo-Plattform, konkret die Switch 2. Die Standard Edition kostet 79,99 Euro, die Vault Edition 109,99 Euro. Zum Launch steckt Modern Warfare 4 nicht im Game Pass.
Warum dieser Teaser mehr Druck erzeugt als üblich
Der Kontext macht aus einer simplen Teaser-Meldung eine Bewährungsprobe. Black Ops 7 steckt in der Krise – schwächster Verkaufsstart der Reihe seit 2008, Forbes sprach von der „schlechtesten Call of Duty-Kampagne aller Zeiten“. Infinity Ward tritt als Gründungsstudio der Marke mit mehr Glaubwürdigkeit an, muss aber nach dem als DLC verschrienen Modern Warfare 3 (2023) erst liefern.
Neben der Kampagne steckt auch der neue Modus Kill Block mit über 500 Map-Konfigurationen im Paket. Der Teaser verspricht ein bodenständiges, figurengetriebenes Modern Warfare – ob die Kampagne dieses Versprechen einlöst, entscheidet sich ab dem 16. Oktober, wenn die ersten Vorbesteller die Mission „Traffic“ selbst spielen.



