2K Games und Gearbox Software veröffentlichen am 10. September 2026 das Story Pack 2 „FL4K and the Last Resort“ mitsamt dem neuen Kammer-Jäger Loveless the Hacker und dem Kopfgeld-Pack 5 für Borderlands 4. Statt durch die gewohnten Ödlande zieht ihr auf die abgelegene Tropeninsel Providence, auf der ein erbitterter Ressourcenkrieg um wertvolles Ordonit gegen den skrupellosen Tediore-Konzern tobt. Hinter der geballten Ladung an neuem Endgame-Loot verbirgt sich jedoch eine modulare Vertriebsstrategie, die den bisherigen DLC-Aufbau des Looter-Shooters grundlegend verändert.
Inselkrieg auf Providence und die Entkopplung des neuen Kammer-Jägers
Das Story Pack 2 „FL4K and the Last Resort“ erweitert Borderlands 4 um das neue Dschungelgebiet Providence, in dem ihr gemeinsam mit FL4K dessen Skag Mr. Chew rettet und gegen fünf Tediore-Manager antretet. Parallel erscheint der kybernetische Kammer-Jäger Loveless the Hacker, der jedoch separat vom eigentlichen Story-Paket erworben werden muss.
Auf Providence verschärft Gearbox das vertikale Gameplay durch fest installierte Ziplines, mit denen ihr über die dichten Baumkronen gleitet und Gefechte aus erhöhten Positionen führt. Tediore hat den zentralen Inselvulkan zu einer Festung ausgebaut, die im Gefecht Ordonit-Lava spuckt und dynamische Miniboss-Events auf der Karte auslöst. Wer sich nicht auf den Dschungelpfaden aufhält, hackt sich direkt in Tediores Digiversum-Server ein. Dort bekämpft ihr anstürmende Feindeswellen, bevor die Digistrukturierung – die Lore-Technologie zur physischen Materialisierung digitaler Objekte – die Truppen überhaupt in die reale Spielwelt übertragen kann.
Belohnt wird der Einsatz mit zwei neuen Pearlescent-Waffen – der seltensten Beutestufe oberhalb von legendärer Ausrüstung – sowie 18 legendären Gegenständen. Als spielerisches Highlight debütiert die Kammer-Jägerin Loveless the Hacker. Die ehemalige Anshin-Spezialistin teilt ihren Verstand mit einem physisch manifestierbaren Computervirus, der als aggressive Kampfeinheit agiert. Anders als beim ersten Story Pack koppelt Gearbox die Spielfigur diesmal strikt von den Kampagnen-Inhalten ab. Wer nur die Map oder nur die neue Heldin spielen will, kauft gezielt einzeln. Ausführliche Einblicke in ihre Talentbäume folgen am 3. September im offiziellen Gearbox DevCast.
Sirenen-Krise in der Phase-Dimension und zehn Extra-Level
Kopfgeld-Pack 5 „Amara und der Schatten des Üblen“ führt euch gemeinsam mit Sirene Amara auf den Mond Elpis und in die Phase-Dimension, um drohende Raum-Instabilitäten in verlassenen Order-Laboren aufzuhalten. Flankierend erhöht das zeitgleich erscheinende Update 1.10 das maximale Level-Cap für alle Spieler kostenlos um zehn Stufen.
Wie 2K in der offiziellen Pressemitteilung bestätigt, schaltet der Abschluss von Amaras Mission kosmetische Belohnungen, ein Fahrzeug, einen Drohnen-Skin sowie neue Vile-Gegner und sieben frische Spitzenwaffen frei. Dass Gearbox nach der Ankündigung von Kopfgeld-Pack 5 direkt die Level-Cap-Erhöhung – das Anheben der maximalen Charakterstufe zur Freischaltung zusätzlicher Skill-Punkte – nachschiebt, bringt massive Bewegung in bestehende Builds. Zusätzliche Talentpunkte erlauben neue Synergien zwischen bisher unvereinbaren Skill-Bäumen. Wer fleißig EP sammelt, schaltet über die separat erhältliche Kammer-Karte 5 zudem 24 Weltraum-Kosmetika und vier Ausrüstungsteile mit neu auswürfelbaren Werten frei.
Modulare Store-Zukunft mit lästiger Konsolen-Pflicht
Mit dem Release am 10. September stellt Gearbox das gesamte DLC-Ökosystem auf modulare Einzelkäufe um, was für Besitzer früherer Erweiterungen auf PlayStation 5 und Xbox Series X/S einen zwingenden Neu-Download erfordert. Dieser Schritt beendet die starren Season-Pass-Pakete, verlangt der Community auf den Konsolen jedoch einen manuellen Zwischenschritt im Store ab.
Damit die digitalen Konsolen-Stores die neuen Einzelberechtigungen für alte Pakete wie Story Pack 1 und Kopfgeld-Pack 2 korrekt zuweisen, müsst ihr eure bestehenden Inhalte über die jeweilige Produktseite erneut herunterladen. Das ist ein holpriger Übergang, doch das Signal dahinter ist unmissverständlich: Gearbox reagiert auf die veränderten Kaufgewohnheiten der Community. Statt Spieler in teure Komplettpakete zu zwingen, wird Borderlands 4 zur flexiblen Endgame-Plattform. Ob dieser granulare DLC-Ansatz die Spieler langfristig bindet, entscheidet sich am 10. September auf Providence.