Zwei Jahre und 40 Millionen Spieler später verlässt Palworld an diesem Freitag den Early Access. Pocketpair hat den Meilenstein mit einem speziellen Video gefeiert, das die Reise vom Januar 2024 bis zum heutigen Tag zusammenfasst – von Raid-Bossen über das Terraria-Crossover bis zur Sakurajima-Erweiterung. Und während die Community auf die finalen Patch Notes wartet, ist eines schon jetzt klar: Version 1.0 wird kein weiteres Update unter vielen, sondern der Moment, auf den alles hinausläuft.
40 Millionen Spieler und kein bisschen müde
Die Zahl ist absurd, aber sie steht – ein Meilenstein, den Pocketpair am 8. Juli offiziell bestätigt hat. Zum Vergleich: Im Februar 2025 waren es noch 32 Millionen. Dass ein Spiel zweieinhalb Jahre nach seinem Hype-Launch immer noch neue Spieler anzieht, ist im Survival-Crafting-Genre alles andere als selbstverständlich.
Selbst der laufende Patentrechtsstreit mit Nintendo hat daran nichts geändert. Wie wir in unserem Bericht zum Verfahren gezeigt haben, ist die Klage wirtschaftlich längst gescheitert – selbst ein maximaler Schadensersatz von umgerechnet 30.000 Dollar steht in keinem Verhältnis zu den Kosten, die Nintendo selbst verursacht. Pocketpair hat sich davon nicht bremsen lassen.
World Tree, Schwert-Pals und 27 Seiten Chaos
Der Umfang von Version 1.0 ist selbst für die eigenen Entwickler schwer zu fassen. Publishing-Manager John „Bucky“ Buckley postete auf X, dass er beim Versuch, ordentliche Patch Notes zu schreiben, durchdrehe – 27 PDF-Seiten voller Änderungen seien nicht leicht zu formatieren. Das klingt nach Übertreibung, aber wer die bisherigen Updates verfolgt hat, weiß: Pocketpair hat in zwei Jahren Early Access mehr Content nachgeliefert als manche Studios in einem vollen Release-Zyklus.
Im Zentrum von 1.0 steht der World Tree – das Endgame-Szenario, auf das das gesamte Spiel hinarbeitet. Dazu kommen neue Waffen, Rüstungen und Strukturen, überarbeitete Turm-Bosse und die Möglichkeit, Offshore-Basen zu bauen. Besonders spektakulär: ein Pal, der sich im Kampf in ein Schwert verwandeln kann. Pocketpair empfiehlt, für 1.0 einen neuen Charakter zu starten – nicht weil alte Spielstände gelöscht werden, sondern weil die ersten Stunden durch die Überarbeitungen komplett anders aussehen.
Kein zweites No Man’s Sky – und das ist okay
Eine Frage treibt die Community um: Wie geht es nach 1.0 weiter? Buckleys Antwort ist ehrlicher als viele sie erwartet haben. Palworld wird kein zweites No Man’s Sky, das über Jahre hinweg mit Gigant-Updates versorgt wird. Wir haben bereits ausführlich dokumentiert, warum Pocketpair hier eine klare Grenze zieht.
Die Gründe sind technisch und strukturell. Die Engine setzt Grenzen, aber vor allem die lineare Fortschrittsmechanik macht eine endlose Erweiterung schwierig. Buckley zog sogar einen World of Warcraft Vergleich: Irgendwann führen immer neue Level-Stufen nicht zu mehr Tiefe, sondern zu Aufblähung – Blizzard musste das mit Stat Squishes korrigieren. Palworld 1.0 soll deshalb als runder Abschluss des Early Access Weges stehen. Ob es danach ein Palworld 2.0 gibt, ließ Buckley bewusst offen. Palworld 1.0 erscheint am 10. Juli auf Steam, Xbox und PS5.
Auf den Pixel gefühlt…
Kurz, präzise, unbestechlich