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Valve: Steam Machine
Hardware

Valve will die Steam Machine günstiger machen – aber sagt selbst, dass ihr euch keine Hoffnungen machen solltet

Valve-Ingenieure räumen gegenüber Digital Foundry ein, dass die Steam Machine mit 1.039 Euro zu teuer ist und das Preisziel von 750 Dollar verfehlt. Eine Preissenkung sei aufgrund der anhaltenden RAM-Krise aber nicht absehbar – Valve will keine falschen Hoffnungen machen.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
29.06.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Valve-Ingenieure sagen im Klartext, was viele Käufer bereits befürchten: Die Steam Machine ist zu teuer, und billiger wird sie erstmal nicht. Gegenüber Digital Foundry haben Pierre-Loup Griffais und Yazan Aldehayyat eingeräumt, dass der Preis von 1.039 Euro dem eigentlichen Zweck des Geräts zuwiderläuft – aber dass sie kurzfristig nichts daran ändern können. Mit einer Ehrlichkeit, die man in der Hardware-Branche selten hört, erklären die beiden, warum sie nicht optimistisch sind, dass sich daran „irgendwann bald“ etwas ändert.

Das steckt im Artikel
  • Der Preis, den niemand wollte
  • Ein Konzern ohne Verhandlungsmacht
  • Bereit, aber nicht erschwinglich

Der Preis, den niemand wollte

„Je günstiger, desto besser“, sagt Pierre-Loup Griffais. Das klingt nach einem Satz, den man von jedem Verkäufer erwarten würde – aber Griffais meint ihn anders. Er spricht nicht von Rabattaktionen oder Sondereditionen. Er spricht vom grundsätzlichen Problem: Die Steam Machine soll eine günstige Brücke zwischen PC und Wohnzimmer sein. Zu einem Einstiegspreis von 1.039 Euro ist sie das nicht. Yazan Aldehayyat wird im Gespräch mit Digital Foundry noch deutlicher: „Es macht für uns keinen Sinn, Hardware zu einem höheren Preis zu halten. Sie soll eine stärkere Verbindung zwischen Menschen und ihren Spielen ermöglichen.“ Valve hatte ursprünglich rund 750 Dollar anvisiert – die Steam Machine Preisentwicklung zeigt: Fast 300 Dollar liegen zwischen Wunsch und Realität.

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Ein Konzern ohne Verhandlungsmacht

Hier wird die Sache interessant, denn Valve trifft an dieser Stelle keine Schuld. Die RAM-Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron kontrollieren über 90 Prozent des globalen DRAM-Marktes – und die KI-Industrie saugt die Produktion derart auf, dass für Consumer-Hardware nur noch teure Restbestände übrig bleiben. Griffais erklärte bereits vor Wochen, wie das in der Praxis aussieht – die Analyse zu den diktierten Preisen fasst es zusammen: „Die geben uns jeden Monat einen Preis und sagen: ‚So viele könnt ihr kaufen, ja oder nein.'“ Valve hat keine langfristigen Verträge, keine Verhandlungsmacht, keine Einkaufsgarantie. Aldehayyat bestätigt gegenüber Digital Foundry den düsteren Ausblick: „Wir sind nicht optimistisch, dass das bald passieren wird.“ Andere in der Branche hätten ähnliches gesagt – Microsoft erhöht im August die Xbox-Preise. Valve ist kein Einzelfall. Sondern der sichtbarste.

Bereit, aber nicht erschwinglich

Was die Situation besonders bitter macht: Valves Software-Seite ist bereit. SteamOS ist nach Jahren der Entwicklung stabil genug für den großen Auftritt, und das Verified-Programm stellt sicher, dass Tausende Titel sofort laufen. Griffais betont den perfekten Moment aus Softwaresicht: „Es ist eine großartige Zeit für die Steam Machine, weil SteamOS gut ist und bereit dafür ist.“

Das Problem ist einzig und allein die Hardware-Seite. Wer jetzt eine Steam Machine reserviert – die erste Welle startet heute, wie Valve erklärte – kauft in dem Wissen, dass der Preis mittelfristig fallen könnte. Aber auch, dass Valve selbst nicht weiß, wann. Das ist keine besonders starke Verkaufsposition. Es ist aber zumindest eine ehrliche.

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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