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The Elder Scrolls 6: Art
Games

Bethesda in der Falle: Warum The Elder Scrolls 6 und Fallout 5 zum Scheitern verurteilt sein könnten

Der ehemalige Bethesda-Entwickler Nate Purkeypile bezeichnet die Situation um The Elder Scrolls 6 und Fallout 5 als "unmöglich zu gewinnen", da die Erwartungen durch Skyrim so hoch sind, dass selbst ein gleichwertiges Spiel Hass ernten würde, und plädiert gleichzeitig für mehr Spieltiefe statt schierer Größe.

Max Wollersberger
von Max Wollersberger
14.01.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Es gibt Momente in der Gaming-Industrie, da scheint der Erfolg selbst zum größten Fluch zu werden. Nate Purkeypile, ehemaliger Lead Artist bei Bethesda, hat nun offen ausgesprochen, was viele insgeheim befürchten: Das Studio manövriert sich mit Giganten wie The Elder Scrolls 6 und Fallout 5 in eine absolute „No-Win“-Situation. In einem aufschlussreichen Gespräch mit Esports Insider malte er ein düsteres Bild der Erwartungshaltung, die seit dem monumentalen Erfolg von Skyrim auf den Schultern der Entwickler lastet. Es ist ein toxisches Gemisch aus Nostalgie und Anspruchshaltung, das selbst ein perfektes Spiel zu Fall bringen könnte.

Das steckt im Artikel
  • Der Fluch des eigenen Erfolgs
  • Fokus statt Größenwahn: Eine Lektion aus Starfield
  • Das teure Beruhigungsmittel

Der Fluch des eigenen Erfolgs

Purkeypile, der das Studio unter anderem wegen dieses enormen Drucks verließ, bringt es auf den Punkt: Wie soll man Skyrim toppen? Das Spiel gilt als eines der besten aller Zeiten und hat Standards gesetzt, die heute wie unerreichbare Monolithen in der Landschaft stehen. Selbst wenn Bethesda das Unmögliche schafft und ein Spiel abliefert, das qualitativ gleichzieht, wird es laut Purkeypile nicht reichen. „Selbst wenn es genauso gut ist wie Skyrim, wirst du immer noch so viele Leute haben, die Hasskommentare abfeuern“, prophezeit er. Er spricht sogar von der realen Gefahr erneuter Morddrohungen – ein trauriges Zeugnis der heutigen Internetkultur. Das bloße Erfüllen von Erwartungen wird als Stagnation gewertet; nur das Übertreffen zählt, und das scheint fast unmöglich.

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Fokus statt Größenwahn: Eine Lektion aus Starfield

Interessant wird es, wenn Purkeypile über den Umfang von The Elder Scrolls 6 philosophiert. Seine Hoffnung? Dass Bethesda aus der gigantischen, aber oft als leer empfundenen Weite von Starfield gelernt hat. Er plädiert leidenschaftlich dafür, den „Sperrigen Koloss“ zu vermeiden und sich stattdessen auf eine einzelne Region Tamriels zu konzentrieren. „Niemand hat vorher gesagt: Ich wünschte, es gäbe mehr von einem Bethesda-Spiel!“, argumentiert er. Wenn Leute ein Spiel noch ein Jahrzehnt später spielen, braucht man dann wirklich mehr Fläche? Die Tiefe, das „Deep-Diving“ in eine Welt, ist das, was zählt – nicht die bloße Quadratkilometerzahl. Ein konzentrierter Ansatz könnte genau das Heilmittel sein, das die Serie braucht, um nicht unter ihrem eigenen Gewicht zusammenzubrechen.

Das teure Beruhigungsmittel

Ein weiteres brisantes Detail betrifft die viel zu frühe Ankündigung von TES6. Purkeypile bestätigt quasi, dass der Teaser-Trailer, der vor Jahren lief, primär ein taktisches Manöver war. Man wollte verhindern, dass die Fans „angepisst“ sind, weil seit Skyrim nichts passiert war und der Fokus auf Starfield lag. „Es ist ein sehr teurer Weg, das zu tun“, merkt er trocken an, denn solche Trailer verschlingen Unsummen. Es war im Grunde ein PR-Pflaster auf einer offenen Wunde, um die Meute zu beruhigen, während das eigentliche Spiel noch Jahre entfernt war.

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vonMax Wollersberger
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Heavy Music, schnelle Bikes und Sport sowieso – da ich auch im Jahre des Herren 1986 geboren wurde und da auch der NES in Europa das Licht erblickte, war die Konsequenz des Zockens logisch. Da ich auch an verbaler Inkontinenz leide, sind PixelCritics sowie earshot.at perfekte Orte um mein Interesse am Journalismus auszuleben.
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