Saber Interactive hat den ersten Gameplay-Trailer zu Turok: Origins veröffentlicht – und der hat es in sich. Der neue Sci-Fi-Shooter erscheint nicht nur für PC, PS5 und Xbox Series X|S, sondern auch für die Nintendo Switch 2. Damit holt sich Saber eine Plattform ins Boot, die man bei einem düsteren Dino-Jagd-Spiel nicht unbedingt auf der Rechnung hatte. Der Trailer selbst zeigt erstmals richtiges Gameplay-Material: schnelle Gefechte gegen Dinosaurier und Aliens, eine Mischung aus First- und Third-Person-Perspektive und einen Koop-Modus, der den Fokus der Kampagne neu definiert.
Ein Trailer, der alles auf den Kopf stellt
Der letzte brandneue Turok-Titel liegt fast zwanzig Jahre zurück. Was seitdem kam, waren Remasters – und zwar richtig gute. Nightdive Studios hat Turok 2: Seeds of Evil und Turok 3: Shadow of Oblivion liebevoll restauriert.
Aber ein neues Spiel? Fehlanzeige. Saber Interactive bricht dieses Schweigen nun mit einem Trailer, der optisch und spielerisch eine klare Richtung vorgibt. Saber hat mit Koop-Shootern Erfahrung – Space Marine 2 war ihr größter Erfolg.
Koop, Echos und ein Arsenal, das sich gewaschen hat
Der Trailer zeigt ein System, das neugierig macht: die sogenannten Echos. Sammelt ihr sie in der Spielwelt, schaltet ihr übernatürliche Fähigkeiten frei, die euren Kampfstil anpassen. Dazu kommen Waffen von der Plasmapistole bis zur experimentellen Alien-Technologie – typisches Turok-Feeling, nur modern verpackt.
Besonders spannend: Der Wechsel zwischen First- und Third-Person-Perspektive scheint fließend zu sein. Ob das eine Design-Entscheidung für unterschiedliche Spielsituationen ist oder ein optionaler Modus, bleibt abzuwarten. Klar ist: Saber setzt auf Koop – die Kampagne lässt sich komplett im Online-Multiplayer bestreiten.
Dass Koop-Shooter über Jahre relevant bleiben können, bewies World War Z. Saber pflegt den Zombie-Shooter bis heute mit kostenlosen Updates.
Switch 2 – der Überraschungsgast
Die Nintendo Switch 2 als Day-1-Plattform ist eine Ansage. Ein düsterer Shooter mit Dinosauriern und Aliens auf einer Nintendo-Konsole? Klingt ungewohnt, ergibt aber Sinn.
Die Switch 2 hat sich längst als Plattform für Third-Party-Titel etabliert – das belegt Hell is Us. Und Final Fantasy 7 Rebirth hat gezeigt, dass die Hardware auch anspruchsvolle Spiele packt. Saber hat zudem Erfahrung mit Nintendo-Ports: Das Studio hat The Witcher 3 für die ursprüngliche Switch gebracht.
Turok: Origins auf der Switch 2 ist also kein blindes Risiko, sondern eine kalkulierte Plattformentscheidung.
Saber und das Erbe einer Legende
Turok ist mehr als ein Dinosaurier-Shooter. Die Marke begann 1997 mit Turok: Dinosaur Hunter und prägte eine ganze Generation von Konsolenspielern. Saber Interactive steht vor der Aufgabe, dieses Erbe nicht nur zu verwalten, sondern neu zu beleben.
Das Studio hat mit Space Marine 2 bewiesen, dass es lizenzierte IPs ernst nimmt. Die Remasters der alten Teile kamen von Nightdive Studios – die sorgten zuletzt mit Quake 3 für Aufsehen.
Mit Turok: Origins geht Saber jetzt den nächsten Schritt: kein Remaster, kein Remake, sondern ein Reboot mit eigenem Look, eigener Story und eigenem Gameplay.
