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Games

Düstere Wolken über MindsEye: Nächste Massenentlassung bei Build A Rocket Boy

Das MindsEye-Studio Build A Rocket Boy wurde von einer zweiten großen Entlassungswelle getroffen, die rund 170 Mitarbeiter betrifft. Die Kündigungen erfolgen vor dem Hintergrund schwerer Vorwürfe wegen Spionage, Überwachung und einer toxischen Arbeitskultur.

Max Wollersberger
von Max Wollersberger
07.05.26
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Lesezeit: 2 Min.
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Die Hiobsbotschaften rund um das ambitionierte Projekt MindsEye und das Entwicklerstudio Build A Rocket Boy reißen einfach nicht ab. Erneut wurde eine massive Entlassungswelle bekannt, von der laut Berichten rund 170 Mitarbeiter betroffen sein sollen. Während das Studio selbst schweigt, bestätigten zahlreiche nun ehemalige Angestellte ihren unfreiwilligen Abschied über soziale Netzwerke wie LinkedIn und Discord.

Das steckt im Artikel
  • Ein Studio im freien Fall?
  • Zerstört sich das Projekt von innen?

Ein Studio im freien Fall?

Diese neue Kündigungswelle ist bereits die zweite in kurzer Zeit und reduziert die Belegschaft des Studios drastisch auf geschätzt nur noch 80 Personen. Unter den Betroffenen finden sich Mitarbeiter aus allen Bereichen – von Lead Designern über Audio-Spezialisten bis hin zu QA-Analysten und dem Social-Media-Team. Es ist ein Aderlass, der die Entwicklung des ohnehin schon problembeladenen Projekts MindsEye weiter erschweren dürfte.

Die Nachricht trifft umso härter, da sie inmitten einer ganzen Serie von Skandalen und Kontroversen rund um das Studio geschieht, die ein düsteres Bild der internen Zustände zeichnen:

  • Spionage-Verschwörung: Bereits die erste Entlassungsrunde im März begründete CEO Mark Gerhard mit der bizarren Behauptung, das Studio sei Opfer von „organisierter Spionage und Firmensabotage“. Diese Äußerung, die er mit der Ankündigung von Kündigungen vermischte, brachte ihm massive Kritik aus der gesamten Branche ein.
  • Überwachungs-Klage: Erst letzten Monat reichte die Gewerkschaft IWGB eine Klage gegen die Studioleitung ein. Der Vorwurf: Mitarbeiter sollen systematisch mit der Überwachungssoftware „Teramind“ ausspioniert worden sein.
  • Toxische Arbeitskultur: Ehemalige hochrangige Mitarbeiter sprachen offen über „traumatische Erfahrungen“ bei der Arbeit und eine fest etablierte Crunch-Kultur, die viele zermürbt habe.

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Zerstört sich das Projekt von innen?

Die aktuellen Entlassungen sind der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die mehr an ein Drama als an professionelle Spieleentwicklung erinnert. Die Mischung aus Massenentlassungen, öffentlichen Schuldzuweisungen des Managements und schweren Vorwürfen bezüglich der Arbeitsbedingungen zeichnet das Bild eines Studios in einer tiefen Krise. Der Traum von einem bahnbrechenden Open-World-Erlebnis, das MindsEye einmal werden sollte, wird von einer toxischen Realität überschattet. Die aktuellen Ereignisse sind ein Weckruf und ein weiteres trauriges Beispiel für die Missstände, die in Teilen der Gaming-Industrie herrschen.

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vonMax Wollersberger
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Heavy Music, schnelle Bikes und Sport sowieso – da ich auch im Jahre des Herren 1986 geboren wurde und da auch der NES in Europa das Licht erblickte, war die Konsequenz des Zockens logisch. Da ich auch an verbaler Inkontinenz leide, sind PixelCritics sowie earshot.at perfekte Orte um mein Interesse am Journalismus auszuleben.
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