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Xbox Game Pass: Art
Games

Microsoft schiebt EA den schwarzen Peter zu: Xbox Game Pass Family Plan endgültig gestorben?

Der Xbox Game Pass Family Plan ist Geschichte – und angeblich hat EA ihn blockiert. Microsoft setzt jetzt auf ein modulares „Pick your own plan"-System, das mehr Flexibilität bringen soll.

Alexander Liebe
von Alexander Liebe
23.05.26
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Lesezeit: 4 Min.
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Kaum eine Funktion haben Xbox-Spieler so vehement gefordert wie einen Familien-Tarif für den Game Pass. Über das hauseigene Feedback-System „Player Voice“ landete das Familienabonnement unter den Top 5 der meistgewünschten Features. Doch nach Monaten des Testens in Irland und Kolumbien ist klar: Der Traum vom günstigen Mehrspieler-Abo ist geplatzt. Und Schuld daran soll ausgerechnet ein alter Bekannter sein. Einem neuen Bericht zufolge hat Electronic Arts die Pläne für den Game Pass Family Plan aktiv ausgebremst – mit Erfolg.

Das steckt im Artikel
  • Was genau passiert ist: Ein Gerücht mit Sprengkraft
  • Kritische Einordnung: Sündenbock oder zurecht angeklagt?
  • Microsofts Plan B: „Triton“, „Duet“ und die Freiheit der Wahl
  • Was der Family-Plan-Stopp für Gamer bedeutet
  • Auf den Pixel gefühlt…

Was genau passiert ist: Ein Gerücht mit Sprengkraft

Laut dem gut vernetzten Windows-Central-Journalisten Jez Corden hat Microsoft den Family Plan endgültig zu den Akten gelegt. Das Besondere: Die Entscheidung sei „nicht wirklich Microsofts Schuld“ gewesen, wie Corden in einem aktuellen Bericht klarstellt. Stattdessen habe EA „die Idee absolut gehasst“, da ein Familien-Tarif die Einnahmen des Publishers aus der Partnerschaft mit Microsoft massiv geschmälert hätte. Geplant war, dass bis zu vier Nutzer einen einzigen Game-Pass-Account teilen können – ein Modell, das etwa bei Nintendo Switch Online mit dessen Familien-Mitgliedschaft längst Standard ist. EA, als einer der ältesten Partner im Game-Pass-Ökosystem, habe sein Veto eingelegt, und Microsoft habe eingelenkt.

Kritische Einordnung: Sündenbock oder zurecht angeklagt?

Corden lässt in seiner Analyse kein gutes Haar an EA. Der Publisher betreibe im Game Pass „das absolute Minimum“, verweigere Xbox-PC-native-Versionen mit Play-Anywhere-Unterstützung und Xbox-Erfolge – und solle rausgeworfen werden, wenn er dafür den Family Plan blockiere. Das klingt nach einer emotionalen Kampfansage, aber der Kern des Vorwurfs ist handfest. EA Play, das seit Jahren im Game Pass Ultimate enthalten ist, bringt zwar eine Bibliothek mit älteren Titeln, aber die wirklich großen Hits wie EA Sports FC 26 erscheinen nicht am ersten Tag im Abo. Vergleicht man das mit den Day-One-Releases von Activision Blizzard (Call of Duty) seit der Übernahme, wird das Missverhältnis deutlich: Während Microsoft selbst seine schwersten Kaliber in den Dienst wirft, hält sich EA bei den Eigenleistungen auffällig zurück.

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Microsofts Plan B: „Triton“, „Duet“ und die Freiheit der Wahl

Die gute Nachricht: Microsoft arbeitet längst an Alternativen. Bereits im letzten Monat berichtete Corden von einem „Pick your own plan„-Konzept, das den Game Pass radikal umkrempeln könnte. Demnach sollen Nutzer künftig selbst zusammenstellen können, welche Dienste sie buchen wollen – von Cloud-Gaming über Day-One-Releases bis hin zu Drittanbieter-Bündeln. Codenamen wie „Triton“ und „Duet“ tauchten bereits in den Backend-APIs auf und deuten auf modulare Pakete hin. Wie wir auf PixelCritics bereits berichteten, arbeitet Microsoft parallel an einem günstigeren Triton-Tarif nur mit Xbox-Eigenproduktionen – und räumte intern sogar ein, dass der Game Pass insgesamt zu teuer geworden sei.

Was der Family-Plan-Stopp für Gamer bedeutet

Der Verzicht auf den Family Plan ist besonders bitter, weil er vor allem Familien und WGs trifft – also genau jene Zielgruppe, die Microsoft mit günstigeren Einstiegsmodellen wieder ködern will. Während Netflix und Spotify ihre Familien-Tarife längst als Standard haben, bleibt Xbox hier hinter den Erwartungen zurück. PlayStation Plus bietet ebenfalls keinen vergleichbaren Family Plan – aber das ist ein schwacher Trost. Sollte Microsoft tatsächlich das modulare System durchboxen, wäre das ein echter Game Changer im Abo-Krieg. Der Family Plan ist tot, aber die Debatte über faire Preise und echte Wahlfreiheit im Game Pass fängt gerade erst richtig an.

Auf den Pixel gefühlt…

Kurz, präzise, unbestechlich

Der Bericht von Jez Corden ist brandheiß, aber er bleibt ein unbestätigtes Gerücht. Dass Microsoft den Family Plan eingestellt hat, ist belegt – wer genau die Schuld trägt, ist eine andere Frage. EA als Buhmann zu präsentieren, kommt Microsoft politisch gelegen, lenkt es doch von eigenen strategischen Fehlentscheidungen ab. Fakt ist: Der Game Pass ist nach den drastischen Preiserhöhungen im Oktober 2025 teurer denn je, und Microsoft sucht händeringend nach neuen Abomodellen, ohne die Altverträge mit Publishern zu gefährden. Der Family Plan war vermutlich ohnehin nie profitabel kalkulierbar. Die Wahrheit liegt wie so oft im Kleingedruckten der Lizenzverträge.
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vonAlexander Liebe
Seitdem ich zum ersten Mal einen Controller in der Hand hielt wusste ich, dass dies eine Freundschaft fürs Leben wird. Bis heute ist der digitale Sport für mich fixer Bestandteil meiner Freizeit. Mit AustriaGaming ist er sogar zum Teil zur Berufung geworden. Favorisierte Spiele sind für mich aus dem Genre Horror, SciFi und RPG mit viel geschichtlichem Tiefgang. Gerade innovative und alternative Games ziehen mich öfters in den Bann.
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