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Xbox Game Pass: Art
Games

Internes Memo enthüllt: Microsoft findet den Xbox Game Pass selbst zu teuer

Laut einem internen Memo hält Microsoft Gaming-Chefin Asha Sharma den Xbox Game Pass für zu teuer und kündigt ein flexibleres Modell an. Konkrete Pläne gibt es noch nicht, aber hinter den Kulissen wird bereits an neuen Stufen und Preismodellen gearbeitet.

René Nikel
von René Nikel
14.04.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Es ist selten, dass ein Konzern öffentlich zugibt, das eigene Produkt falsch bepreist zu haben – noch seltener geschieht das in einem internen Schreiben, das den Weg nach draußen findet. Genau das ist Microsoft Gaming nun passiert, und die Worte, die darin stehen, dürften so manchen Xbox-Abonnenten aufhorchen lassen. Was die neue Gaming-Chefin plant und was das konkret für die Zukunft des Dienstes bedeuten könnte, ist dabei alles andere als trivial.

Das steckt im Artikel
  • Asha Sharma spricht Klartext – intern
  • Wie es zu diesem Punkt kam
  • Was sich ändern könnte – und was im Raum steht
  • Ein Dienst sucht seinen Platz neu

Asha Sharma spricht Klartext – intern

In einem internen Memo, das dem Technologiemagazin The Verge zugespielt wurde, äußert sich Asha Sharma, die neue Microsoft Gaming-Chefin, ungewohnt direkt zur Lage des Xbox Game Pass. Ihr Tenor: Der Dienst sei in seiner jetzigen Form für viele Spieler schlicht zu teuer geworden. „Kurzfristig ist der Game Pass für Spieler zu teuer geworden, wir brauchen eine bessere Kosten-Nutzen-Gleichung. Langfristig werden wir den Game Pass zu einem flexibleren System weiterentwickeln“, heißt es dem Bericht zufolge in dem Schreiben. Konkreter wurde Sharma dabei nicht – sie kündigte lediglich an, in einer der folgenden Wochen tiefer ins Detail zu gehen. Bemerkenswerterweise soll sie sich auch der öffentlichen Diskussion rund um mögliche Preisänderungen bewusst sein, die in der Gaming-Community seit Monaten schwelt.

Wie es zu diesem Punkt kam

Der Unmut hat einen nachvollziehbaren Hintergrund. Im Oktober 2025 überarbeitete Microsoft das Stufensystem des Game Pass grundlegend und hob dabei den Preis des Ultimate-Tarifs um satte 50 Prozent an – von zuvor 17,99 Euro auf nun 26,99 Euro pro Monat. Wer das gesamte Jahr lang abonniert, zahlt damit knapp über 320 Euro. Das Premium-Abo schlägt mit 12,99 Euro monatlich zu Buche, der günstige Essential-Tarif liegt bei 8,99 Euro. Im gleichen Zug wurde festgelegt, dass neue Xbox-Eigenproduktionen im Premium-Tarif erst bis zu einem Jahr nach Veröffentlichung verfügbar sind – Day-One-Releases gibt es seither nur noch beim teuren Ultimate-Abo, und auch dort gilt eine Ausnahme: Call of Duty-Titel sind explizit ausgenommen. Diese Kombination aus höheren Preisen und eingeschränktem Leistungsversprechen stieß bei vielen Abonnenten auf wenig Gegenliebe.

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Was sich ändern könnte – und was im Raum steht

Hinter den Kulissen soll Microsoft verschiedene Szenarien durchgespielt haben, darunter die Möglichkeit, Call of Duty künftig nicht mehr zum Erscheinungstag in den Game Pass aufzunehmen. Im Gegenzug könnte ein deutlich günstigeres Einstiegsabo entstehen, das Sharmas erklärtem Ziel eines besseren Preis-Leistungs-Verhältnisses entgegenkommt. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Fund aus der Dataminer-Szene: Ein bislang unveröffentlichter Tarif namens „Triton“ tauchte in Spieledaten auf – dieser soll angeblich ausschließlich erste Partei Xbox-Spiele beinhalten und damit eine neue Nische bedienen. Ob neue Call of Duty-Teile in einem solchen Tier landen, komplett gestrichen werden oder separat verkauft werden sollen, ist noch völlig offen. Fest steht indes, dass der nächste Ableger der Serie intern bereits als Call of Duty: Modern Warfare 4 geführt wird und für Oktober geplant sein soll.

Ein Dienst sucht seinen Platz neu

Was sich gerade bei Microsoft abzeichnet, ist mehr als eine kosmetische Preiskorrektur. Der Xbox Game Pass hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung durchgemacht – von einem günstigen Einstiegsangebot hin zu einem zunehmend verzweigten und teuren Konstrukt, das nicht mehr für jeden Spielertyp die naheliegende Wahl ist. Dass die eigene Führungsetage das intern so klar benennt, ist ungewöhnlich ehrlich. Ob aus dieser Selbstkritik ein Dienst wird, der wieder breiter zugänglich ist, oder ob die Restrukturierung am Ende nur neue Verpackungen für alte Preise hervorbringt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die Erwartungen sind jedenfalls geweckt.

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vonRené Nikel
Seit Dino Wars oder North&South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, aber meine Leidenschaft für Videospiele nicht! Mit dem Alter von 5 Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich um einen kleinen Indie-Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zu der Grundausstattung. Bei meiner Begeisterung für den Journalismus in Verbindung mit Videospielen gab es da nur eine logische Konsequenz. Redakteur bei PixelCritics werden, um mein Interesse beider Welten auszuleben.
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