13 Jahre lang passierte nichts. Kein Drehbuch, kein Regisseur, kein Funke Hoffnung – Gears of War als Film schien verflucht. Jetzt hat Netflix nicht nur David Leitch an Bord, sondern erstmals konkrete Story-Details. Und die klingen verdammt nach dem, was Fans sich seit E-Day wünschen.
David Leitch bringt Glaubwürdigkeit in eines der schwierigsten Filmprojekte der Branche
Wer David Leitch als Regisseur für eine Videospieladaption bekommt, hat schon gewonnen. Der Mann hat John Wick mit erschaffen, Deadpool 2 inszeniert und mit Bullet Train und The Fall Guy gezeigt, dass er Action mit Charakter kann. Kein Studio hätte bessere Voraussetzungen für einen David Leitch Gears of War Film finden können – die choreografierte Wucht seiner Actionsequenzen ist genau das, was die Kettensägen-Momente auf der Leinwand brauchen. Dass Leitch die Zusage gegeben hat, nachdem vorherige Versuche immer wieder versandeten, ist kein glücklicher Zufall, sondern ein klares Votum. So erklärte es auch der Hollywood Reporter exklusiv.
Die offizielle Gears-Seite zeigt, wie eng das Prequel-Spiel und der Film thematisch verwoben sind. Beide erzählen vom Beginn der Invasion, beide setzen auf Marcus und Dom. Booty selbst sagte: „Es geht in dem Spiel wirklich um die Verbindungen zwischen Teams. Im Kern handelt es von Kameradschaft.“ Genau dieses Thema – Brotherhood, Zusammenhalt, das Versprechen „Nie allein kämpfen“ – soll den Film tragen.
Die Ursprungsgeschichte von Delta Squad ist der klügere Ansatz für die Leinwand
Die Entscheidung, vor dem ersten Spiel anzusetzen, ist filmisch clever. Ein Prequel muss keine überladene Lore aus vier Spielen in zwei Stunden quetschen, sondern kann sich auf das konzentrieren, was Gears groß gemacht hat: Eine Gruppe Überlebender, die gegen eine übermächtige Bedrohung kämpft. Booty deutete an, dass Marcus‘ aufsässiger Charakter – der ihn im ersten Spiel in eine Zelle brachte – eine zentrale Rolle spielen könnte. Das wäre filmisch wertvolles Material: einer der ikonischsten Helden des Genres, der zuerst als Außenseiter gezeigt wird, bevor er zum Anführer wird.
The Coalition, deren ursprüngliche Gears 6 Pläne erst kürzlich ans Licht kamen, zeigt mit E-Day, wie stark die Marke erzählerisch sein kann, wenn sie auf ihre Anfänge zurückblickt. Die UE5-Technikdemonstration des Spiels macht klar, dass die visuelle DNA dieser Welt auf der Höhe der Zeit ist. Konkret setzt The Coalition auf eine lineare Kampagne mit über 14 Stunden Laufzeit – genau die richtige Schule für einen Film, der dieselbe Geschichte erzählen will.
Was der Film braucht, um nicht im Entwicklungs-Sumpf zu versinken
Netflix hat mit Spieleadaptionen eine durchwachsene Bilanz. Arcane war ein Meisterwerk, The Witcher begann stark und verlor sich, die Resident Evil Serie wurde nach einer Staffel eingestellt. Der Unterschied diesmal: David Leitch ist kein Regisseur, der sich in Netflix-Produktionsschleifen verheddert. Er liefert ab, und zwar schnell – Bullet Train, The Fall Guy, alles Filme, die er innerhalb weniger Jahre realisiert hat. Was fehlt, ist ein Release-Fenster.