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Games

Assassin’s Creed Shadows: Director bezeichnet Mikrotransaktionen als unverzichtbaren Motor der Spieleentwicklung

Associate Game Director Simon Lemay-Comtois verteidigt die Mikrotransaktionen in Assassin's Creed Shadows als notwendige Finanzierungsquelle für umfangreiche kostenlose Updates wie Parkour-Verbesserungen, während das aktuelle Attack on Titan-Crossover wegen mangelnder Qualität und einer Paywall für Belohnungen massive Kritik von Fans erntet.

René Nikel
von René Nikel
27.11.25
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Lesezeit: 3 Min.
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Es ist ein Bild, das symbolträchtiger kaum sein könnte: Naoe und Yasuke, die Protagonisten des feudalen Japan-Epos Assassin’s Creed Shadows, stehen einem Titanen gegenüber. Doch der eigentliche Kampf tobt nicht in der virtuellen Kristallhöhle, sondern in den Kommentarspalten und Foren der Community. Anlass ist das frisch gestartete Crossover-Event mit dem Anime-Phänomen Attack on Titan. Während Spieler sich durch die zeitlich begrenzte Quest kämpfen, flammt eine alte Diskussion neu auf, befeuert durch ein Statement aus der Chefetage, das Öl ins Feuer gießt. Associate Game Director Simon Lemay-Comtois hat sich nämlich in die Höhle des Löwen gewagt und die oft verhassten Mikrotransaktionen als unverzichtbaren Motor der modernen Spieleentwicklung bezeichnet.

Das steckt im Artikel
  • Der Preis für „kostenlosen“ Content
  • Ein Crossover am Abgrund der Qualität
  • Die Paywall nach dem Abspann

Der Preis für „kostenlosen“ Content

In einem Gespräch mit Access the Animus legte Lemay-Comtois die Karten offen auf den Tisch. Seine Argumentation ist so pragmatisch wie unpopulär: „Mikrotransaktionen, bei aller Kritik, die sie einstecken müssen, erlauben es uns, die Isu-Inhalte zu machen, die Quests, die Parkour-Updates, einfach alles.“ Damit stellt er eine direkte Kausalität her zwischen den optionalen Käufen im Shop und dem stetigen Strom an Gratis-Updates, die das Spiel am Leben halten. Und tatsächlich lässt sich die Fülle an nachgereichten Inhalten kaum leugnen. Von neuen Story-Kapiteln über zusätzliche Gefährten bis hin zu Aktivitäten wie den „Corrupted Castles“ – Shadows wächst beständig. Auch die mechanischen Verbesserungen, die Naoes Bewegungsrepertoire geschmeidiger und spaßiger gestaltet haben, sind Teil dieser durch In-Game-Käufe querfinanzierten Strategie.

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Ein Crossover am Abgrund der Qualität

Doch die Theorie des „Geben und Nehmen“ stößt an ihre Grenzen, wenn das Gebotene enttäuscht. Das aktuelle Attack on Titan-Event dient Kritikern als perfektes Negativbeispiel. Was auf dem Papier wie ein Traum für Anime-Fans klang, entpuppt sich in der Praxis für viele als Albtraum. Bekannte Stimmen aus der Szene, wie der Twitter-Nutzer „The Hidden One“, lassen kein gutes Haar an der Umsetzung. Als „totales Chaos“ bezeichnet er die Quest, die zu 90 Prozent aus generischem Klettern und Schwingen bestehe, geführt über lieblos zusammengeschusterte Routen. Noch vernichtender fällt das Urteil über die Zwischensequenzen aus, die als „grauenhaft“ tituliert werden – ein harter Kontrast zur gefeierten Qualität früherer Updates wie Valley of Memory in Assassin’s Creed Mirage.

Die Paywall nach dem Abspann

Besonders bitter stößt der Community jedoch das Ende der Quest auf. Wer erwartet hatte, nach dem Bezwingen der Herausforderung mit dem ikonischen Outfit von Mikasa Ackerman belohnt zu werden, erlebt eine böse Überraschung. Statt im Inventar landet der Spieler lediglich vor dem Schaufenster des In-Game-Stores. Die Rüstung ist da, aber sie kostet echtes Geld. Ein Marketing-Schachzug, der für viele wie ein Schlag ins Gesicht wirkt. Ubisoft beharrt darauf, dass der Titel die Erwartungen übertrifft, was darauf hindeutet, dass wir uns auch in Zukunft auf dieses Modell einstellen müssen. Mit Gerüchten über einen kommenden Koop-Modus und dem bestätigten Release für die Switch 2 am 2. Dezember scheint der Nachschub an kostenpflichtigen Extras jedenfalls gesichert.

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vonRené Nikel
Seit Dino Wars oder North&South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, aber meine Leidenschaft für Videospiele nicht! Mit dem Alter von 5 Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich um einen kleinen Indie-Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zu der Grundausstattung. Bei meiner Begeisterung für den Journalismus in Verbindung mit Videospielen gab es da nur eine logische Konsequenz. Redakteur bei PixelCritics werden, um mein Interesse beider Welten auszuleben.
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