FFenris Creations schickt EVE Frontier am 29. September in die nächste Runde: Zyklus 7 hört auf den Namen „Vestiges“ und krempelt das zentrale Flugsystem grundlegend um. Statt indirekter Flugkurven erhalten Piloten echte manuelle Kontrolle mit sechs Freiheitsgraden samt Ausweichrollen. Gleichzeitig treten Feral Drones als vollwertige Ressourcen-Konkurrenten an, während Schiffe nun physisch an Stationen andocken. Weil der Patch tief in die Weltengenerierung eingreift, startet das Abenteuer mit einem harten Universums-Reset.
Aim Flight bricht mit der alten U-Boot-Steuerung
Das neue Standard-Schema Aim Flight löst das größte Versprechen der Alpha-Phase ein. Piloten steuern ihr Schiff nun direkt per Maus oder Gamepad durch den dreidimensionalen Raum, während die Tastatur für Schub, Bremsen und Rollen frei bleibt. Wer den gewohnten Ablauf bevorzugt, wechselt jederzeit nahtlos zur reinen WASD-Steuerung zurück.
Besonders im Gefecht zahlt sich die Entkopplung von Flugvektor und Zielerfassung aus. Schiffe können in eine Richtung driften, während die Geschütze per Fadenkreuz Ziele im toten Winkel unter Beschuss nehmen. Damit Piloten im Raumkampf nicht die Orientierung verlieren, richtet ein automatischer Orientierungshorizont die Hülle bei ruhenden Eingaben selbstständig aus.
Damit reagieren die Entwickler direkt auf die Reibung früherer Playtests, wie das Team im Zuge des Alpha-Feedbacks einräumte: Das behäbige Navigieren bremste das Überlebensgefühl schlicht aus. Schon die frühere Testphase von Silent Tide deutete den Kurswechsel an. Vestiges etabliert nun vollwertige 6DOF-Dogfights ohne künstlich limitierte Flugebenen.
Modulare Triebwerke und permanentes Andocken im All
Wie agil ein Schiff durch das All schneidet, bestimmt künftig allein die modulare Bauweise. Triebwerke liefern den reinen Vorwärtsschub, während separate Motoren darüber entscheiden, wie effizient Treibstoff in Bewegung umgewandelt wird. Schwere Panzerungen mit unterdimensionierten Steuerdüsen geraten ins Rutschen, während leichte Jäger blitzschnell auf Richtungswechsel ansprechen.
Gepaart wird die Physik mit einem neuen Progressionssystem: Über gesammelte Erfahrung in der Frontier verbessern Piloten spezifische Fertigkeiten für Charakter und Hülle. Jeder Ausflug vertieft die Spezialisierung und erhöht die Effektivität im Cockpit. Konstruktion und Pilotenkönnen greifen damit erstmals spürbar ineinander.
Zugleich verschwinden die sicheren Menü-Instanzen. Beim Andocken verankern sich Schiffe physisch an externen Anschlüssen und bleiben während der Dienstnutzung mitten im All sichtbar – und angreifbar. Die Basis für diese Echtzeit-Mechanik schuf der Open-Source-Schritt der Carbon-Engine, der auf das modulare Fundament aus dem Vorgänger-Update Sanctuary aufbaut.
Autonome Feral Drones erzwingen den Universums-Reset
Im unkartierten Raum wartet eine KI-Bedrohung, die nach exakt denselben Regeln operiert wie die menschliche Konkurrenz. Die Feral Drones sind nicht länger statische Zielscheiben: Sie scannen Sternensysteme, reisen eigenständig durch Sektoren, bauen Rohstoffe ab und plündern Wracks. Spieler treten damit in einen permanenten Wettlauf um lukrative Erzvorkommen.
Wie sich Piloten verhalten, beeinflusst die Reaktionen der Maschinen im Sektor direkt. Aktiver Bergbau lockt sammelnde Drohnen an, während offene Gefechte feindliche Patrouillen auf den Plan rufen. Bei der Erkundung spüren Spieler neue Signaturen und uralte Bauwerke auf – teils in gefährlichen Mehrfachsternsystemen mit extremen Umweltbedingungen.
Weil diese Änderungen die gesamte prozedurale Raumtopologie auf den Kopf stellen, zieht Fenris Creations am 29. September den Stecker: Ein vollständiger Universums-Reset löscht alle bisherigen Bauten und Schiffe. Wer zum Neustart im Cockpit sitzen will, findet alle Zugangsdaten auf der offiziellen EVE Frontier Website. Für die neue Flugmechanik bedeutet der Schnitt ein völlig unverbrauchtes Schlachtfeld.