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Games

God of War Laufey zeigt den Serpent Bow – und einen Screenshot, der mehr Fragen aufwirft als beantwortet

Pünktlich zum Start der weltweiten Vorbestellungen lüftet Santa Monica Studio das Geheimnis um Fayes Kampffluss: Feinfühlige Trigger-Juggles, dunkle Alchemie-Editionen und ein rätselhafter Kratos-Auftritt diktieren das Geschehen.

Manuel Rössler
von Manuel Rössler
29.09.26
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Lesezeit: 4 Min.
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Vergessen wir für einen Moment die schwere, bodenständige Wucht, mit der der Geist von Sparta durch die nordische Taiga pflügte. In God of War Laufey diktiert die titelgebende Riesin ein Tempo, das Serienveteranen erst einmal die Kinnlade herunterklappen lässt. Santa Monica Studio zeigt pünktlich zum Start der Vorbestellungen handfeste Spielszenen, die das alte Nahkampf-Dogma beerdigen und Faye als tödliche Distanz-Akrobatin etablieren.

Das steckt im Artikel
  • Halber Druck am DualSense katapultiert Feinde in endlose Luft-Kombos
  • Schlangenschuppen und Katalysatoren formen eine hochflexible Elementar-Waffe
  • Sekhmets Tempelhallen und ein stummer Kratos sprengen den nordischen Rahmen
  • Sonys Release-Taktik zwingt die Riesin in den härtesten Zangengriff des Jahres

Halber Druck am DualSense katapultiert Feinde in endlose Luft-Kombos

Fayes Primärwaffe für die Distanz hört auf den Namen Schlangenbogen und bürstet das vertraute Kampfsystem kräftig gegen den Strich. Statt wie Kratos behäbig mit der Leviathan-Axt auszuholen, operiert die Kriegerin mit zweistufigen Trigger-Mechaniken. Ein halber Druck auf die L2-Taste entlädt blitzschnelles Hüftfeuer. Diese Pfeile richten zwar überschaubaren Schaden an, hebeln feindliche Schergen jedoch ansatzweise schwerelos in die Luft.

Genau hier setzt die Dynamik an: Während getroffene Kreaturen hilflos trudeln, wechselt Faye nahtlos auf die Klinge ihres Schwertes und setzt zu wahnwitzigen Juggle-Combos an, die man eher in stylischen Hack-and-Slay-Titeln als in den eisigen Tälern des Nordens erwarten würde.

Zieht man den Trigger dagegen voll durch, blockieren die adaptiven Widerstände des Controllers spürbar und arretieren das Fadenkreuz für schwere Salven. Bis zu fünf Pfeile schnellen nach kurzem Spannen gleichzeitig hervor, durchschlagen feindliche Schilde oder nageln heranstürmende Unholde auf Distanz am Boden fest.

Neben Standardgeschossen hält Santa Monica Studio eine ganze Batterie an Munitionstypen parat. Von explosiven Spitzen für Massenschlachten bis hin zu fächerartigen Pfeilsalven bedient die Jötunn-Kämpferin jede erdenkliche Kampfsituation. Wer befürchtete, dass Santa Monica Studio mit der Heldin das altbekannte Serien-Rulebook zerlegt, sieht diese Einschätzung nun im besten Sinne bestätigt: Das Tempo zieht drastisch an.

Schlangenschuppen und Katalysatoren formen eine hochflexible Elementar-Waffe

Hinter dem Geschossgewitter steckt ein spürbar vertieftes Rollenspiel-Rückgrat. Der Schlangenbogen bleibt kein statisches Zierwerk, sondern wächst über sogenannte Schlangenschuppen mit den Herausforderungen. Diese Runenteile spendieren Faye handfeste passive Boni, verändern die Elementar-Ausrichtung von Frost über Gift bis hin zu sengendem Feuer und transformieren sogar das physische Erscheinungsbild der Waffe. Die geschwungenen Sehnenhalterungen passen sich optisch den eingesetzten Schuppen an, während das Schwert an ihrer Hüfte über austauschbare Klingenaufsätze an unterschiedliche Rüstungswerte gekoppelt wird.

Magie entfaltet sich über frei sockelbare Katalysatoren, von denen das Entwicklerteam eine breite Auswahl verspricht. Damit wischt das Studio auch frühe Unkenrufe beiseite, nachdem Bruce Straley dem Konzept vor einigen Wochen mangelnde spielerische Frische vorwarf. Die Synergien zwischen Rüstungsboni, Katalysator-Zaubern und variablen Pfeilspitzen deuten auf das komplexeste Build-Crafting hin, das die Saga bislang gesehen hat. Faye muss nicht zwangsläufig als Nahkampf-Schlächterin agieren; wer will, trimmt die Riesin komplett auf mobile Flächenkontrolle und magische Projektile.

Sekhmets Tempelhallen und ein stummer Kratos sprengen den nordischen Rahmen

Die eigentliche Sensation des jüngsten Informationsschubs versteckt sich allerdings in zwei scheinbar nebensächlichen Screenshots. Ein Bild zeigt eine monumentale, von Fackeln erleuchtete Steinkammer, deren Reliefs unmissverständlich die ägyptische Kriegsgöttin Sekhmet abbilden.

Dass Faye sich nicht ausschließlich im Fimbulwinter aufhält, sondern historische Pfade ins Reich der Pharaonen kreuzt, wirft die bisherigen Theorien über den geografischen Zuschnitt der Story komplett über den Haufen. Die Serie flirtet seit Jahren mit dem Nil – jetzt scheint Faye diejenige zu sein, die das Portal dorthin tatsächlich aufstößt.

Noch mehr Sprengkraft birgt die zweite Aufnahme: Faye steht Auge in Auge mit Kratos. Der Spartaner trägt seine frühe nordische Pelzkluft, blickt ernst herab und schweigt. Handelt es sich um eine bittersüße Traumsequenz, eine von Faye beschworene Seelen-Projektion oder eine reale Konfrontation in den ersten Spielstunden? In den Foren von ResetEra und Reddit brennt die Hütte lichterloh. Obwohl die Chefetage betonte, dass der Spartaner irgendwann wieder das Ruder übernimmt, könnte sein Auftauchen in Fayes eigener Odyssee die emotionalen Weichen völlig neu stellen.

Sonys Release-Taktik zwingt die Riesin in den härtesten Zangengriff des Jahres

Wer sich der Reise anschließen will, muss nicht lange warten: Wie Sony in der offiziellen Ankündigung im PlayStation Blog klarstellt, starten die weltweiten Vorbestellungen bereits heute. Zur Auswahl stehen die Standard-Ausgabe für 79,99 Euro sowie eine Digital Deluxe Edition für 89,99 Euro, die Vorab-Zugriff auf kosmetische Jötunn-Rüstungssets und frühe Handwerksmaterialien gewährt.

Der eigentliche Stresstest wartet jedoch am 16. Februar 2027. Mit diesem Stichtag steuert das Studio zielstrebig darauf zu, wie sich das Spiel dem wohl unerbittlichsten Release-Monat der jüngeren PlayStation-Historie ausliefert. Nur Tage nach Fayes Start schlägt Playground Games mit dem verschobenen Fable auf, während diverse Blockbuster das Frühjahr belagern. Sony setzt voll auf die Zugkraft der Marke und demonstriert mit den Gameplay-Enthüllungen eines ganz deutlich: Faye tritt an, um sich ihren Platz an der Spitze mit Pfeil und Bogen zu erkämpfen.

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vonManuel Rössler
Ich bin ein Nerd aus Leidenschaft, spiele von Shooter bis hin zu Jump & Run Games und habe ein Herz für schönes Story-Telling. Kann den Hype um Spiele wie Battlefield und Co. nicht verstehen, konnte über ein ganzes Jahr Spielzeit in World of Warcraft erreichen bevor es seinen Reiz verlor. Momentan bin ich auf der Suche nach spannenden und herausfordernden Spielen welche es zu bezwingen gilt!
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