Frischlinge stolpern meist noch durch die ersten Anomalien, während erfahrene Vielspieler bereits nach dem Abspann schielen. Genau an diesem Punkt setzt Remedy Entertainment an und kündigt nur einen einzigen Tag nach der Veröffentlichung von Control Resonant die ersten großen Inhalts-Updates an. Statt Spieler nach dem ersten Durchlauf abwandern zu lassen, soll eine endlose Wiederholbarkeit für frischen Schwung sorgen. Der Fahrplan steht fest und bringt willkommene Werkzeuge für Fans.
Endlose Zeitschleife für Manhattan – New Game++ startet im Oktober
Das normale Abenteuer bietet ab Werk zwar bereits einen klassischen Neustart nach dem Finale, doch dieser Modus stößt nach einem einzigen Durchgang an seine Grenzen. Remedy Entertainment legt deshalb bereits im Oktober mit dem Update auf New Game++ nach und hebelt das bisherige Limit vollständig aus. Wer möchte, darf laut den Entwicklern bis zu 665 aufeinanderfolgende Runden drehen, ohne jemals den hart erarbeiteten Spielfortschritt zu verlieren.
Man könnte nun einwenden, dass ein solcher Endlos-Loop die Spielbalance schnell trivialisiert. Doch gerade bei den ungewöhnlichen Progressions-Mechaniken des Action-RPGs eröffnet dieses Feature echte Experimentierfreude. Fortbewegungstalente müssen Spieler zwar weiterhin regulär im Story-Verlauf einsammeln, gesammelte Resonanzen und mächtige Waffenformen lassen sich dafür aber endlich ungebremst in neuen Kombinationen ausreizen.
Virtuelle Fotografen am Werk – Der Fotomodus folgt im November
Das verzerrte Straßennetz Manhattans verlangt förmlich nach einer virtuellen Fotokamera, doch zum Verkaufsstart fehlte das gefragte Werkzeug komplett. Im November schiebt Remedy den Fotomodus nach, an dem das finnische Team laut einem offiziellen Blogeintrag bereits seit geraumer Zeit feilt. Um eine funktionale Menüführung zu garantieren, holten sich die Designer gezielt Rat von anerkannten Virtual Photographers aus der Community.
Die späte Veröffentlichung hat handfeste Gründe, da die technische Stabilität des Hauptspiels bei den Entwicklern oberste Priorität genoss. Angesichts des extremen Hardware-Hungers war diese Zurückhaltung eine vollkommen richtige Entscheidung. Zusätzlich stellt Remedy künftige Outfits für Hauptfigur Dylan Faden in Aussicht, nennt für diese optischen Anpassungen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch kein konkretes Datum.
Starke Zahlen auf Steam – Zwischen Kritikerlob und Feinschliff
Die ersten Bewertungen nach dem Release zeichnen ein erfreuliches Stimmungsbild für das Studio. Auf Steam verbucht der Titel bei 1.787 abgegebenen Nutzerstimmen eine Zustimmungsrate von 87 Prozent, was Valves offizieller Wertungsstufe Sehr positiv entspricht. Die Fachpresse schließt sich dieser Einschätzung weitgehend an und vergibt auf Metacritic bei 71 erfassten Rezensionen einen überzeugenden Metascore von 83 Punkten.
Zwar bemängeln manche Reviews das Fehlen des Fotomodus am Premierentag, doch spielerisch trifft das Konzept ins Schwarze. Wer das Ende erreicht, packt das Gamepad selten weg. Das passt ideal zur entspannten Jagd nach Trophäen, da Komplettisten knifflige Erfolge künftig nahtlos über mehrere Spieldurchläufe hinweg vervollständigen können.
Remedys neuer Takt – Turboschneller Support statt langer Durststrecke
Der eng getaktete Fahrplan offenbart einen deutlichen Strategiewechsel der finnischen Chefetage. Bei Alan Wake 2 mussten Fans nach der Markteinführung noch über sieben lange Monate auf ein vollwertiges Foto-Tool warten. Diesmal verkürzt sich die Wartezeit auf gerade einmal acht Wochen. Wie wir bereits in unserem ausführlichen Test analysiert haben, braucht die surreal inszenierte Spielwelt genau diesen schnellen Nachschub für den sozialen Diskurs.
Nach dem ernüchternden Feedback rund um den Koop-Titel FBC Firebreak steht für das finnische Studio viel auf dem Spiel. Die rasche Veröffentlichung von Inhalten auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S hält Dylan Fadens Reise in den Feeds präsent, bevor die spätere macOS-Fassung das Jahr abrundet. Schnelle Service-Patches werden damit zum wirksamsten Hebel, um ein anspruchsvolles Einzelspieler-Werk dauerhaft am Leben zu halten.