Remedy Entertainment legt die Konsolen-Grafikmodi für Control Resonant offen und bricht damit knapp zwei Wochen vor dem Release das lange Schweigen zur Hardware-Leistung. Während die Basisversion solide Kost mit bis zu sechzig Bildern liefert, schöpft der finnische Entwickler auf dem verbesserten Spitzenmodell aus dem Vollen. Raytracing bei voller Bildrate und ein flexibler Modus für moderne Displays rücken die übernatürliche Zerstörung ins beste Licht.
Volle Kraft für das Konsolen-Flaggschiff
In einem detaillierten Beitrag im offiziellen PlayStation.Blog legte Remedy Entertainment die technischen Spezifikationen für die Veröffentlichung offen. Bislang hielten sich die Finnen mit konkreten Details zur teuren PS5 Pro auffallend zurück, doch das offizielle Update räumt sämtliche Fragezeichen aus dem Weg. Auf Sonys Spitzenmodell zieht das übernatürliche Action-RPG alle Register und bietet gleich drei maßgeschneiderte Darstellungsoptionen für unterschiedliche Spielertypen.
Der Performance-Modus liefert knackscharfe 2160p bei flüssigen 60 Bildern pro Sekunde. Wer auf optische Finesse nicht verzichten will, schaltet auf den Quality-Modus um: Hier bleiben die 60 FPS und die 4K-Auflösung voll erhalten, werden jedoch um hardwarebeschleunigtes Raytracing für realistische Spiegelungen und Lichtbrechungen ergänzt. Für Besitzer moderner 120-Hz-Fernseher schnürt das Team zudem einen Balanced-Modus, der 4K mit aktiven Raytracing-Effekten bei stabilen 40 FPS anpeilt. Diese Bildrate halbiert die Bildausgabezeit spürbar und schließt die Lücke zwischen butterweicher Bewegung und maximaler Detailtreue.
Solide Pflichtkost auf der Standard-Hardware
Auf der regulären PlayStation 5 müssen Zocker hingegen traditionelle Abstriche hinnehmen. Der Performance-Modus peilt 1440p bei 60 FPS an, während der Qualitätsmodus die Auflösung auf 2160p anhebt, die Bildrate dafür aber auf 30 Bilder pro Sekunde halbiert. Beide Varianten verzichten auf aktive Raytracing-Berechnungen, um die Bildraten in den deutlich gewachsenen Arealen stabil zu halten. Gegenüber den engen Korridoren des Vorgängers fordern die weitläufigen Zonen der Fortsetzung der Basishardware spürbar mehr Rechenarbeit ab.
Um die Bildschärfe dennoch hochzuhalten, setzt die Pro-Fassung auf PlayStation Spectral Super Resolution. Ähnlich wie bei den PC-Voraussetzungen setzt das Studio auf Upscaling in jeder Auflösung, um die anspruchsvolle Northlight-Engine bei rasanten Zerstörungseffekten zu entlasten. Flankiert wird das Geschehen von maßgeschneiderten Profilen für die adaptiven Trigger des DualSense sowie räumlichem 3D-Audio, das feindliche Angriffe präzise im Raum verortet.
Der Härtetest im Herbst-Gedränge
Mit dem weltweiten Verkaufsstart am 24. September geht das finnische Team ein riskantes Wettrennen ein, da die kommenden Wochen dicht mit hochkarätigen Neuerscheinungen belegt sind. Neben den Sony-Konsolen erscheint der Titel zeitgleich für Xbox Series X/S und den PC.
Während High-End-Rechner auf Path Tracing und DLSS zurückgreifen und dafür gewaltige Grafikkarten verlangen, schlägt sich Sonys Pro-Hardware im Wohnzimmer beachtlich. Dass 4K und Raytracing bei 60 FPS ohne Einbrüche laufen, beweist die gelungene Skalierbarkeit des Titels. Jetzt müssen die Gefechte in den offenen Zonen beweisen, dass die Technik auch bei maximalem Chaos auf den Straßen standhält.