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Hardware

Insider packt aus: Darum ist eine PlayStation 6 Lite extrem unwahrscheinlich

Ein bekannter Insider warnt eindringlich davor, dass eine günstige Konsole auf Handheld-Basis für Spieleentwickler zum absoluten Horror-Szenario mutieren würde. Viel sinnvoller wäre stattdessen der Einsatz eines gedrosselten Hauptchips, um Kosten zu senken und uns Gamer trotzdem mit flüssiger Next-Gen-Grafik zu versorgen.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
16.04.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Die Gerüchteküche brodelt unaufhörlich, wenn es um die nächste Generation von Sony geht. In letzter Zeit geistern vermehrt Spekulationen durch das Netz, die eine preiswerte PlayStation 6 Lite ins Spiel bringen. Diese abgespeckte Version soll angeblich die Technik eines geplanten tragbaren Geräts nutzen, um den Geldbeutel der Käufer zu schonen. Klingt im ersten Moment nach einem brillanten Schachzug für sparsame Gamer. Doch hinter den verschlossenen Türen der Entwicklerstudios sorgt exakt diese Vorstellung eher für blankes Entsetzen und kalten Schweiß auf der Stirn. Die Realität der Softwareprogrammierung ist gnadenlos und zeigt eindrucksvoll auf, wieso dieser scheinbar geniale Plan fundamentale Risse aufweist.

Das steckt im Artikel
  • Ein technischer Albtraum für die Studios
  • Die Tücken der Taktraten und Bildskalierung
  • Ein vernünftiger Ansatz für den schmalen Geldbeutel

Ein technischer Albtraum für die Studios

Der renommierte Branchenkenner KeplerL2 hat sich öffentlich zu Wort gemeldet und den Hoffnungen auf ein derartiges Konzept einen ordentlichen Dämpfer verpasst. Ein stationäres System, das auf demselben schwachen Canis Prozessor wie der Handheld basiert, wäre für die Programmierer schlichtweg eine Katastrophe. Bedenke, die kreativen Köpfe müssten ihre Werke ohnehin schon für zwei völlig unterschiedliche Architekturen optimieren, nämlich für die übermächtige PlayStation 6 und ihr mobiles Gegenstück. Käme nun noch ein drittes Konstrukt hinzu, stünde der immense Arbeitsaufwand in keinem gesunden Verhältnis mehr. Laut dem Insider ist es wesentlich geschmeidiger, ein opulent gestaltetes Spiel für ein kompaktes 1080p Display herunterzuskalieren, als schwachbrüstige Hardware gnadenlos zu überfordern, um hochauflösende 4K Fernseher zu bespielen.

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Die Tücken der Taktraten und Bildskalierung

Vielleicht denkst du dir jetzt, man könnte doch einfach eine wuchtigere Kühlung in die Plastikhülle verbauen und den Chip radikal übertakten. Leider funktioniert dieser simple Kniff in der Praxis überhaupt nicht. Der besagte mobile Rechenkern wurde tiefgreifend auf höchste Energieeffizienz getrimmt. Selbst wenn man ihn massiv kühlen würde, ließen sich die Taktraten nicht beliebig in die Höhe schrauben. Dazu gesellt sich die komplexe Problematik der Bildrekonstruktion. Hochmoderne Verfahren benötigen wertvolle Rechenzeit der Grafikkarte. Während das Hochrechnen auf eine Standardauflösung beim Handheld gerade einmal mickrige zwei Millisekunden verschlingt, sähe die Rechnung bei einem großen Fernseher dramatisch schlechter aus. Hier sprechen wir von einer sechzehnfachen Vergrößerung des Bildmaterials, was nicht nur unschöne visuelle Artefakte provoziert, sondern auch satte acht Millisekunden Rechenzeit gnadenlos frisst. Entwickler müssten also extrem tief in die Trickkiste greifen, um überhaupt stabile Bildwiederholraten zu erreichen.

Ein vernünftiger Ansatz für den schmalen Geldbeutel

Anstatt sich in diese architektonische Sackgasse zu manövrieren, schlägt der Experte einen deutlich eleganteren Weg vor. Sony wäre weitaus besser beraten, für eine erschwingliche Variante eine sanft gedrosselte Version des mächtigen Orion Chips der regulären Konsole zu verwenden. Die Rechnungen hierfür klingen äußerst plausibel. Durch den Einsatz eines beschnittenen Prozessors mit sechs Kernen, einer leicht reduzierten Grafikeinheit sowie geringfügig langsameren Taktraten ließe sich in der Fabrik ordentlich Geld sparen. Kombiniert man dies mit einer angepassten Speicheranbindung und 24 Gigabyte Arbeitsspeicher, fallen die Produktionskosten drastisch. Allein beim Speicher ließen sich laut Kalkulationen rund 60 Euro einsparen, bei der Kühlung weitere 20 bis 30 Euro.

Zudem könnte der Konzern von einer nahezu fehlerfreien Ausbeute bei der Chipfertigung massiv profitieren. Wenn wir die aktuellen Marktpreise für Unterhaltungselektronik betrachten, ergeben die kursierenden Schätzungen ein klares Bild. Während das leistungsstarke Flaggschiff in Europa gut und gerne für knackige 799 Euro über die Ladentheke gehen könnte, würde sich der mobile Begleiter vermutlich im hart umkämpften Bereich von 549 bis 649 Euro einpendeln. Eine klug konzipierte Einsteigerkonsole hätte dann bei einem Preispunkt von etwa 449 bis 549 Euro ihren perfekten Platz im florierenden Gamingkosmos gefunden, ohne technische Kompromisse bei der Software zu erzwingen.

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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