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Playstation: DualSense Edge
Hardware

PS5-Produktion bis 2027 gesichert: Sony stemmt sich gegen die RAM-Krise

Sony hat genug RAM für die PS5-Produktion bis März 2027 gesichert – rechtzeitig vor GTA 6, Wolverine und dem Weihnachtsgeschäft. Die Zusage sichert die Gegenwart, deutet aber auch an, dass die PS6 sich verzögern wird.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
03.08.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Drei Konzerne sitzen auf dem RAM-Markt wie Drachen auf ihrem Gold. Samsung, SK Hynix, Micron – dieselben drei, die gerade wieder vor Gericht stehen. Und Sony? Sony hat sich rechtzeitig eingedeckt. In einem Markt, in dem 16 Gigabyte DDR5 binnen eines Jahres von 50 auf 200 Dollar gesprungen sind, bestätigt der Konzern jetzt offiziell: Wir haben genug RAM für jede PS5, die wir bis März 2027 verkaufen wollen.

Das steckt im Artikel
  • Was Sony gesichert hat – und was nicht
  • Der RAM-Krieg hinter den Kulissen
  • Der speicherhungrige Elefant im Raum

Die Nachricht kommt zu einem merkwürdigen Zeitpunkt. Sony steckt mitten in der Kontroverse um seine digital-only-Strategie – ab 2028 keine Discs mehr, keine physischen Spiele, keine Wahl. Die Stimmung ist gereizt. Und dann das: eine Zusage, die klingt wie ein Beruhigungstee. Keine Sorge, die PS5 geht nicht aus. Nicht vor GTA 6. Nicht vor Weihnachten. Nicht, bevor ihr eine gekauft habt.

Was Sony gesichert hat – und was nicht

Sonys Zusage ist konkret: genug RAM, um die geplanten PS5-Verkaufszahlen bis Ende März 2027 zu decken. Das umfasst das Weihnachtsgeschäft 2026, den GTA 6 Launch am 19. November – bei dem die PS5 jetzt schon sechsmal mehr Vorbestellungen einfährt als die Xbox – und den September-Release von Marvel’s Wolverine. Drei massive Nachfragewellen, die ohne ausreichende Lagerbestände zum Desaster würden.

Was Sony nicht sagt: Wie viel RAM genau gesichert wurde, zu welchem Preis, und was nach März 2027 passiert. Die Zusage ist ein Zeitfenster, keine Dauerlösung. Sie ist das Eingeständnis, dass ohne diesen Vorrat die PS5 in wenigen Monaten ein knappes Gut wäre.

Die Ironie sitzt tief. Während Spieler über Sonys digital-only-Kurs streiten, kämpft der Konzern im Hintergrund darum, überhaupt genug Hardware zu bauen. Die eigentliche Bedrohung für die PS5 kommt nicht aus dem Xbox-Lager oder von der PC-Front – sie kommt aus denselben Fabriken, die RAM für KI-Rechenzentren, Server-Farmen und Smartphones ausspucken.

Der RAM-Krieg hinter den Kulissen

Die Speicherkrise ist kein Naturereignis. Valve spricht Klartext: Der AI-Boom frisst Speicherkapazitäten in einer Größenordnung, die den Privatkundenmarkt zur Nebensache degradiert. Jedes neue Rechenzentrum, jeder KI-Cluster schluckt Module, die vor zwei Jahren noch in Gaming-Hardware gewandert wären.

Gleichzeitig laufen Kartellverfahren gegen genau jene drei Hersteller, die den Markt kontrollieren. Samsung, SK Hynix und Micron sollen Preise abgesprochen, Kapazitäten künstlich verknappt haben. Nicht zum ersten Mal. Die Folge: Ein DDR5-Modul, das Valve vor einem Jahr für 50 Dollar im Einkauf bekam, kostet heute 150 bis 200 Dollar. RAM-Preise bleiben voraussichtlich bis 2027 auf diesem Niveau.

Das ist der Markt, in dem Sony einkauft. Und der Grund, warum die RAM-Zusage so bemerkenswert ist: Sony hat nicht einfach nur bestellt – Sony hat liefern lassen, bevor die Preise explodierten und die Kapazitäten versiegten. Supply-Chain-Management unter Kriegsbedingungen.

Der speicherhungrige Elefant im Raum

Und dann ist da noch die PS6. 32 Gigabyte GDDR7-RAM soll sie bekommen – mehr als das Doppelte der aktuellen PS5, auf einem schnelleren Bus, mit massiv höherer Bandbreite. Ein Speichermonster, das in derselben Krise gebaut werden müsste, die Sonys jetzige RAM-Zusage überhaupt erst zur Schlagzeile macht.

Genau hier wird die Ankündigung interessant. Sony sagt: PS5-Produktion bis März 2027 gesichert. Die PS6 galt bisher als Kandidat für November 2027. Das ist ein Abstand von acht Monaten – zu wenig für einen sauberen Generationenübergang, selbst ohne RAM-Krise. Mit RAM-Krise wird daraus eine Rechnung, die nicht aufgeht.

Die logische Konsequenz: Die PS5 bekommt ein längeres Leben. Nicht aus strategischer Eleganz, sondern weil der Nachfolger physisch nicht rechtzeitig in ausreichender Stückzahl gebaut werden kann. Die RAM-Zusage für die PS5 ist damit beides – Absicherung für die Gegenwart und stilles Eingeständnis, dass die Zukunft warten muss.

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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