Ubisoft bricht das lange Schweigen um das Piraten-Remake und bringt den meistgewünschten Modus der Community endlich an den Start. Bereits nächste Woche rollt das Update mit New Game Plus für Assassin’s Creed Black Flag Resynced auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S aus. Der zweite Durchlauf tilgt damit knapp vier Monate nach dem Release den größten Schmerzpunkt aller Kaperfahrer und belohnt das Durchhaltevermögen am Steuerpult.
Die Jackdaw sticht erneut in See
Vier Monate nach dem erfolgreichen Stapellauf liefert das Entwicklerteam den heiß ersehnten New-Game-Plus-Modus nach. Freibeuter dürfen damit ihre hart erarbeitete Ausrüstung in eine frische Kampagne mitnehmen.
Ubisoft bestätigt das Feature in einer offiziellen Ankündigung auf X nach Monaten des vorsichtigen Taktierens. Bislang hielten sich die Verantwortlichen bedeckt, wann genau die Reise für Veteranen weitergeht. Der Release-Termin schließt nun die Lücke zwischen Sommer-Hype und herbstlicher Flaute.
Das Konzept hinter dem Neustart belohnt vor allem treue Kapitäne. Statt Edward Kenway wieder mit stumpfen Schwertern und nackten Schiffsplanken loszuschicken, bleiben wertvolle Upgrades erhalten. Damit verwandelt sich die Karibik vom mühsamen Überlebenskampf in eine reine Machtfantasie.
Das Progressionssystem bricht alte Kampagnen auf
Die Anvil-Engine übernimmt das technische Grundgerüst des Modus direkt aus Assassin’s Creed Shadows. Trotz identischer Code-Basis lässt sich das System des feudalen Japans nicht eins zu eins auf Kenways Seefahrten stülpen. Die lineare Erzählstruktur des Piratenabenteuers wehrt sich an mehreren Schlüsselstellen gegen einen nahtlosen Neustart.
Das Entwicklerteam zeigt, wie es über Herausforderungssysteme nachdenkt und alte Mechaniken neu austariert. Eine gewaltige Hürde stellt dabei die eigene Piratenbucht auf Great Inagua dar, die im normalen Spielverlauf erst nach etlichen Missionen freigeschaltet wird. Wer bereits mit einer voll bewaffneten Fregatte durch die ersten Missionen pflügt, bricht die empfindliche Missionsdramaturgie.
Game Director Richard Knight räumte bereits im Vorfeld ein: „Wir stehen vor ganz anderen Hürden, wie das im Spielablauf funktioniert. Wir können die Spieler nicht zwingend direkt zum Versteck springen lassen, aber wir prüfen das.“ Die Skepsis des Chefentwicklers verdeutlichte er bereits in einem ausführlichen Interview mit JorRaptor, in dem er vor überzogenen Erwartungen an neue Belohnungen warnte.
Frische Ausrüstungsteile oder kosmetische Boni bleiben vorerst unbestätigt. Das Studio investierte den Großteil der Ressourcen in die Balance zwischen alter Story und überlegener Schlagkraft. Obendrein fehlt bisher ein Ausblick darauf, ob feindliche Kriegsschiffe im Gegenzug härter austeilen.
Ubisoft poliert den Karibik-Kassenschlager nach
Die wirtschaftlichen Eckdaten verschaffen dem Team die nötige Atempause für späte Komfortfunktionen. Nach dem holprigen Vorlauf entwickelte sich die Neuauflage zu einem veritablen Überraschungserfolg an den Kassen. Die Chefetage reagiert auf diesen Rückenwind mit kontinuierlicher Produktpflege.
Der Publisher verbuchte bereits 3,5 Millionen Verkäufe in den ersten zwei Wochen nach dem Release. Konzernchef Yves Guillemot zeigte sich über das weltweite Lob der Fachpresse und der Fangemeinde außerordentlich erfreut. Dieser Geldsegen sicherte die Finanzierung für nachgereichte Fan-Wünsche ab.
Der vorangegangene Patch 1.0.6 blendete auf Wunsch bereits das verhasste Blaserohr aus. Solche Detailanpassungen belegen, dass die Entwickler genau hinhören, wo der Community der Schuh drückt. Das kommende Update setzt diese Linie fort und schenkt dem Abenteuer die verdiente Langlebigkeit.


