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Destiny 2: Art
Games

Fünf bis sechs geheime Projekte im Giftschrank: Neuer Leak entlarvt Bungies fatale Fehleinschätzung

Bungie jonglierte vor der Sony-Übernahme mit bis zu sechs Projekten gleichzeitig – und setzte fast alle in den Sand. Während Destiny 2 nach massiven Entlassungen im Wartungsmodus verstaubt und Marathon mit PvE-Notpflastern um Spieler kämpft, zeigt Jason Schreiers Report die schonungslose Realität hinter PlayStations teuerstem Fehleinkauf.

Alexander Liebe
von Alexander Liebe
22.08.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Vor der 3,6 Milliarden Dollar schweren Übernahme durch Sony werkelte Bungie heimlich an bis zu sechs verschiedenen Projekten gleichzeitig. Doch statt Sonys Live-Service-Zukunft im Alleingang aufzubauen, implodierte die überdehnte Pipeline des Studios fast vollständig – mit fatalen Konsequenzen für die gesamte Belegschaft.

Das steckt im Artikel
  • Das 3,6 Milliarden Luftschloss: Warum Sonys Live-Service Offensive verpuffte
  • Marathon auf verlorenem Posten: Führungskrise und der verzweifelte PvE-Rettungsanker
  • Nach dem Destiny-Aus: Die bittere Quittung für ein überdehntes Studio

Das 3,6 Milliarden Luftschloss: Warum Sonys Live-Service Offensive verpuffte

Als Sony Anfang 2022 tief in die Kriegskasse griff, kaufte der PlayStation-Konzern nicht bloß die etablierte Destiny-Marke, sondern vor allem das Versprechen auf eine gewaltige Pipeline unangekündigter Service-Hits. Wie Bloomberg-Journalist Jason Schreier in einem aktuellen Video-Bericht enthüllte, befanden sich zum Zeitpunkt des Aufkaufs neben Destiny 2 und Marathon noch drei bis vier weitere Spiele in der Vorproduktion. Sony wollte genau diese Titel in den Folgejahren auf den Markt peitschen, um die eigene Abhängigkeit von klassischen Singleplayer-Blockbustern zu brechen.

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Doch der Plan entpuppte sich als gigantische Fehlkalkulation. Laut Schreier fielen die meisten dieser Inkubations-Projekte über die letzten Jahre aus den unterschiedlichsten Gründen in sich zusammen. Zu den Trümmern zählten unter anderem das gecancelte Fantasy-Projekt Matter, der interne Prototyp Sunspot sowie das an Warframe angelehnte Project Payback. Lediglich der Mobile-Ableger Destiny: Rising und das zu einem internen Sony-Team ausgelagerte Project Gummy Bears überlebten die Bereinigung.

Die Enthüllungen von Jason Schreier auf Bloomberg unterstreichen das Dilemma: Statt einer schlagkräftigen Live-Service-Fabrik kaufte Sony ein Studio, das sich mit zahllosen Experimenten völlig verzettelte. Die milliardenschwere Übernahme durch Sony wandelte sich in der Folgezeit vom Prestige-Erfolg zum finanziellen Mühlstein für die Japaner.

Marathon auf verlorenem Posten: Führungskrise und der verzweifelte PvE-Rettungsanker

Von der ursprünglichen Multi-Projekt-Vision hat es neben der Stamm-Marke lediglich der PvPvE-Extraction-Shooter Marathon über die Ziellinie geschafft, kämpft dort aber mit massiver Spielerflucht und anhaltender Identitätskrise. Die Entwickler reagieren auf das schwindende Interesse mit hektischen Notoperationen: Mit Vault Breaker schob das Team im vergangenen Monat den ersten reinen PvE-Modus nach. Ohne feindliche Spieler-Teams auf der Cryo-Archive-Karte ballern sich Solisten oder Dreierteams gegen die KI der UESC durch – ein Konzept, das für viele Veteranen wie der verzweifelte Versuch wirkt, enttäuschte Hüter zurückzuholen.

An der Studiospitze herrscht derweil personeller Notstand. Nach dem überraschenden Abgang von Joe Ziegler im Juli übernahmen Del Chafe III als Game Director und Julia Nardin als Creative Director das Ruder. Ziegler verabschiedete sich mit den üblichen PR-Floskeln in Richtung neuer Ufer, hinterlässt aber eine monumentale Baustelle.

Obwohl Season 3 für den 22. September 2026 mit überarbeiteten Perimeter-Zonen und einer frischen Runner-Shell an den Start rollt, bleibt die Stimmung im Keller. Das Experiment mit dem Vault Breaker PvE-Modus verschaffte dem Shooter zwar eine kurze Atempause, löst aber nicht das Kernproblem der verworrenen Spielmechanik.

Nach dem Destiny-Aus: Die bittere Quittung für ein überdehntes Studio

Das endgültige Inhalts-Aus für Destiny 2 besiegelt das Scheitern einer jahrelangen Expansionspolitik, die auf Kante genäht war und das Fundament des Studios aushöhlte. Nachdem der Sci-Fi-Dauerbrenner im Juni sein allerletztes Content-Update spendiert bekam, zog Sony rigoros die Reißleine. Über 292 Entwickler verloren bei einer weiteren Entlassungswelle ihren Job, während Studio-Chef Justice Truman seinen Sessel räumen musste.

Besonders bitter für langjährige Fans: Die Hoffnung auf ein vollwertiges Sequel bleibt eine Illusion. Berichte bestätigen, dass handfeste Pläne für Destiny 3 bei Bungie zu keinem Zeitpunkt grünes Licht erhielten. Zwar bleiben die Server von Destiny 1 und 2 vorerst online, doch das Franchise ist faktisch im Wachkoma gefangen.

Die dritte massive Entlassungswelle markiert das tragische Ende einer Ära. Wer fünf Bälle gleichzeitig in der Luft halten will, ohne die eigene Kernmarke sauber zu pflegen, steht am Ende mit leeren Händen da. Für Bungie geht es jetzt nicht mehr um große Visionen, sondern um das nackte Überleben im PlayStation-Konzern.

TAGGED:BungieDestinyMarathon

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vonAlexander Liebe
Seitdem ich zum ersten Mal einen Controller in der Hand hielt wusste ich, dass dies eine Freundschaft fürs Leben wird. Bis heute ist der digitale Sport für mich fixer Bestandteil meiner Freizeit. Mit AustriaGaming ist er sogar zum Teil zur Berufung geworden. Favorisierte Spiele sind für mich aus dem Genre Horror, SciFi und RPG mit viel geschichtlichem Tiefgang. Gerade innovative und alternative Games ziehen mich öfters in den Bann.
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PCPlaystationXbox

Marathon

Release Datum: 05. März 2026
Genre: Ego-Shooter
Entwickler: Bungie
Publisher: Bungie
Spielmodi: Online PvP
Plattformen
PCPlaystationXbox
PEGI 16
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Tauche ein in die düstere Sci-Fi-Welt von Tau Ceti IV: Eine verlassene Kolonie voller rivalisierender Runner, feindlicher UESC-Sicherheitskräfte und unberechenbarer Gefahren. Während du die Ruinen nach wertvoller Beute durchstreifst – alleine oder mit deiner Crew – kann jeder Schritt zum schnellen PvP-Feuergefecht werden, bei dem präzises Schießen, knappe Ressourcen und strategische Vorbereitung entscheidend sind.
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